Meister aller Wehren : „Wasserspiele“ kontra Hitze

Die Seddinerinnen belegten bei den Frauenteams den ersten Platz. Fotos: Birgit Hamann (4)
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Die Seddinerinnen belegten bei den Frauenteams den ersten Platz. Fotos: Birgit Hamann (4)

Kreisfeuerwehrtag am Sonnabend in Vettin: FFw Seddin räumt mit zwei ersten Plätzen ab, auch Kleinow fährt einen Sieg ein

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27. Juni 2016, 03:45 Uhr

Gut, dass Feuerwehrarbeit mit Wasser zu tun hat, und gut, dass es erfinderische Feuerwehrleute gibt: Einer der temperaturtechnisch heißesten Kreisfeuerwehrtage in der Prignitz war so am Sonnabend in Vettin daher nämlich ganz gut zu meistern. „Bei zwei der drei heutigen Wettkampfübungen ist Wasser im Spiel, da kann man sich gut abkühlen“, sagt Holger Rohde, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Prignitz e. V., schmunzelnd. Außerdem gab es Schattenspender, genügend Getränke und natürlich Marscherleichterung. „Helme und Handschuhe müssen aus Sicherheitsgründen dennoch sein“, so Rohde. Er blickt zufrieden über das weitläufige, sehr gut hergerichtete Gelände am Ortsrand von Vettin (Gemeinde Groß Pankow). Die Beteiligung sei gut, „könnte natürlich immer besser sein …“, aber bereits zuvor, bei den kommunalen Ausscheiden gab es speziell im Nachwuchsbereich sogar Zuwächse. Stolz berichtet der Kreisfeuerwehrchef, dass es derzeit rund 3100 eingetragene Feuerwehrleute im Landkreis gebe, das sei im brandenburgischen Vergleich super. Zirka 75 Prozent von ihnen seien tagsüber, auch unter der Woche, für Einsätze verfügbar. Diskussionen, die derzeit auf Landesebene geführt werden und die die Feuerwehrzugehörigkeit von Männern und Frauen in Frage stellen, die sich diesem Ehrenamt aus Berufspendler-Gründen nur an Wochenenden bzw. zeitweilig widmen können, erteilt er eine klare Absage. Im Bereich Legde habe man z. B. eine solche Situation, so Rohde.

Am Sonnabend machte sich der olympische Gedanke in Vettin breit: Die Teilnahme zählt und der Spaß dabei. Dieser Ansicht sind die Männer der freiwilligen Feuerwehr Premslin/Glövzin – und mit Sicherheit nicht nur sie. Das Team um Olaf Freese, der die FFw seit 1989 führt, hatte eine coole Erfindung mit zum Ausscheid gebracht: ein PE-Rohr, das einen riesigen Wasserschleier zaubert. „Das haben wir beim Kreisausscheid in Gumtow gesehen und uns inspirieren lassen“, erzählt Christian Mrotzeck. Das zirka drei Meter lange, zwei Zoll starke Rohr hat unzählige einen Millimeter kleine Löcher und wird via Feuerwehrschlauch mit Wasser gespeist. „Wie viele Löcher das sind, kann ich nicht sagen. Auf jeden Fall habe ich etwa zwei Stunden fast ununterbrochen gebohrt“, so Mrotzeck. Diese Art Wasserspiele wurden natürlich dankend angenommen und waren eine von vielen, netten Randerscheinungen des Kreisfeuerwehrtages.

Die Wettkampfteams ließen sich von den tropischen Bedingungen nicht beirren, kämpften um jede Zehntelsekunde. Die Männer starteten in zwei Altersklassen – unter und über 30. Favorit Kleinow setzte sich bei den jüngeren durch, auch Uenze 1 und Silmersdorf zeigten gute Leistungen. Bei den Männern über 30 Jahre siegte Seddin klar vor Baek. Ausrichter Vettin wurde Dritter, patzte leider bei der Knotenstafette.

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