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Der Prignitzer

15. Dezember 2017 | 17:01 Uhr

Perleberg : Wassereinbruch: Klinik reagiert

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Gesamtschaden im Kreiskrankenhaus liegt bei 15 000 Euro. Mehr Rigolen sollen unterirdisch Wasser speichern.

von
erstellt am 01.Sep.2014 | 22:00 Uhr

Die durch das eingedrungene Regenwasser verursachten Schäden im Kreiskrankenhaus sind höher, als zunächst vermutet. Geschäftsführer Karsten Krüger beziffert sie auf rund 15 000 Euro. Am 30. Juli hatte es binnen kurzer Zeit heftig geregnet, Teile des Kellers waren vollgelaufen (wir berichteten).

Rund 600 Quadratmeter Bodenfläche mussten getrocknet werden. Betroffen war ebenfalls die Lüftungsanlage des Schwimmbades. „Teile der Technik mussten wir austauschen“, so Krüger. Eine Versicherung hat die Klinik für solche Extremfälle nicht. „Die Prämien wären enorm und hätten in all den Jahren die Schadenssumme weit übertroffen“, begründet Krüger.

Aber das Krankenhaus will reagieren, schließlich war es nicht der erste Wassereinbruch, wenn auch der stärkste. „Viele Flächen rund um unser Haus sind versiegelt, das Regenwasser kann nicht ausreichend versickern“, sagt Krüger. Daher sollen mehr Rigolen, unterirdische Pufferspeicher, angelegt werden, die das Wasser sammeln. Ferner erhalten Kellerfenster eine kleine Anpflasterung. Sie soll als Barriere dienen, damit das Wasser nicht ungehindert hineinschießen kann, wie es jetzt der Fall war.

Bei künftigen Bauarbeiten werde die Klinik solche Maßnahmen gleich berücksichtigen. Aktuell beispielsweise im Zusammenhang mit der künftigen Geriatrie. Die neue Station sollte ursprünglich im August oder September öffnen. „Das verzögert sich aber bis in den November hinein“, sagt Krüger. Man habe sich für eine andere Bauweise entschieden.

Die Klinik für Geriatrie wird in der jetzigen Gynäkologie/Geburtshilfe im ersten Obergeschoss ihren Platz haben. Für diese Station entsteht auf der Rückseite des Hauses ein neuer Anbau, in direkter Nähe zur Kinderklinik.

„Geplant war ursprünglich eine Containerbauweise, aber dann haben wir uns für eine feste entschieden. Dafür brauchen wir zwar mehr Zeit, aber bekommen ein besseres Ergebnis“, so der Geschäftsführer. Insgesamt sind in der Geriatrie 28 Betten geplant. In einem ersten Schritt soll es acht geben.

Eine zweite Baumaßnahme betrifft derzeit die geschlossene Psychiatrie. Auf 150 Quadratmetern Dachfläche wird dafür neuer Platz geschaffen. Ziel sei es, die Bedingungen für Patienten und für Besucher deutlich zu verbessern. Die Klinikleitung habe diesen Handlungsbedarf gesehen und er sei wiederholt durch die Besucherkommission des Kreiskrankenhauses angeregt worden.


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