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Hochwasserschutz für die Altstadt : Wasserblick wird nicht verbaut

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Aber der sichere Hochwasserschutz der Altstadt bringt Einschränkungen mit sich.

von
erstellt am 14.Jul.2017 | 05:00 Uhr

Fakt ist: Die Promenade zwischen Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) sowie der Abfahrt in den Nedwighafen und der Bereich bis zur Abfahrt Im Hagen können nicht bleiben wie sie sind, wenn die Altstadt künftig zuverlässig vor Hochwasser geschützt werden soll. Die Flut 2013 mit ihrem Rekordhoch hat gezeigt, es führt kein Weg vorbei. Wie aber bringt man Hochwasserschutz und städtebauliche Ansprüche unter einen Hut? Das Landesumweltamt hat dazu Varianten entwickelt. Nach einer ersten Informationsrunde im Herbst 2016 waren Mittwochabend Anwohner und Interessierte zu einer zweiten Runde geladen. Tim-Oliver Habermann aus dem Landesumweltamt informierte zu den Vorplanungen, betonte, dass es sich keineswegs um endgültige Unterlagen handelt. Aber die Richtung, in die die Planungen gehen, ist deutlich. Um auf dem insgesamt 500 Meter langen Abschnitt zwischen Im Hagen und WSA die geforderte Schutzhöhe von 7,99 Metern plus einen Meter Sicherheitshöhe zu erreichen, „wollen wir eine Variante mit festen und mobilen Elementen umsetzen“, so Habermann. Das bedeute, auf der gesamten Strecke von rund 500 Metern werden Spundwände ins Erdreich gerammt. Auf dem sogenannten Lindendeich – die Bäume werden aber gefällt – werden bei Hochwasser zum Schutz mobile Elemente aufgestellt. Auch das Kranhaus wird im Ernstfall ausschließlich durch eine mobile Wand geschützt. Anders verhält es sich direkt an der Promenade. Die Planer wollen dort, um auf die Sicherheitshöhe zu kommen, eine Mauer errichten. Die Höhe: 1,10 Meter. Bei Hochwasser müssen dann noch 50 Zentimeter mit mobilen Elementen aufgestockt werden. Der riesige Vorteil einer solchen Lösung, Anwohner und Promenierende bleibt der Blick aufs Wasser erhalten, Wittenberges Filetstück wird nicht verbaut.

Das Problem bei mobilen Elementen: Sie müssen im Ernstfall erst geholt und aufgebaut werden. Es werden damit zusätzlich Einsatzkräfte gebunden. Das seien Fragen, die nur gemeinsam mit der Stadt gelöst werden können, so Habermann, der noch einmal darauf verwies, es handele sich um Vorplanungen, die noch detaillierter ausgearbeitet werden müssten, bevor sie der Oberen Wasserbehörde zur Genehmigung vorgelegt werden.

In enger Verbindung mit dem Hochwasserschutz plant die Stadt auch die Erneuerung der Elbstraße selbst. Dazu morgen mehr im „Prignitzer“.

 

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