A14 : Waschbeton für eine leise Fahrbahn

Die letzten Meter der Fahrbahn bei Wöbbelin werden gegossen, die helle Schicht (links) wird später abgewaschen und gebürstet.
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Die letzten Meter der Fahrbahn bei Wöbbelin werden gegossen, die helle Schicht (links) wird später abgewaschen und gebürstet.

A14: Fahrbahn zwischen Schwerin und Anschlussstelle Grabow fertig gegossen / Einen „Brüll-Beton“ soll es hier nicht geben können

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27. Juli 2015, 08:00 Uhr

Die Fahrbahn der neuen A  14 zwischen dem Dreieck Schwerin und der Anschlussstelle Grabow nimmt Gestalt an. Der Beton ist komplett gegossen, noch fehlen aber die Seitenstreifen, Bankette, die Auf- und Abfahrten sowie die Anbindungen der Brücken. Doch die Hauptfahrbahn liegt. Und sie ist nicht zuletzt nach den bitteren Erfahrungen, die man bei Teilen des Baus der A  20 gesammelt hat, auch mit dem Anspruch gebaut worden: Relativ leise zu sein.

Waschbeton heißt das Verfahren der Wahl. Verantwortliche der Firma „Bickhardt Bau“, die die neue Fahrbahn gossen, erläuterten gegenüber unserer Zeitung das Verfahren. Auf die obersten zwei Zentimeter der 27 Zentimeter starken Betonbahn werde eine besondere, paraffinhaltige Lösung gegossen. Die bleibe mehrere Stunden auf der frischen Fahrbahn. Darunter könne der Beton „ansteifen“.

Währenddessen bleibt die Oberfläche noch formbar. Diese wird dann mit speziellen Fahrzeugen gewaschen und gebürstet. Heraus kommt eine Oberfläche, die zwar griffig, aber trotzdem nicht besonders laut ist.

Im Falle der A 20 war damals das Verfahren „Besenstrich quer“ eingesetzt worden. Mit einer neuen Maschine, erstmals automatisiert und wohl mit einem besonders scharfen Stahlbesen. Heraus kam dann der berühmt-berüchtigte Brüllbeton, der mit einer Asphaltdecke überzogen werden musste, die dann auch noch Blasen warf.

Grundsätzlich, das sagen die Fachleute, gehe auch das andere Verfahren. Und es gibt noch eine dritte Methode, mittels Jute Struktur in eine Betonfahrbahn zu bringen. Den Praxistest auf der neuen Autobahn können Autofahrer dann ab Dezember starten, wenn der Abschnitt Kreuz-Schwerin bis zur neuen Anschlussstelle Grabow an der B 5 freigegeben werden soll. Parallel wird auch das Inselstück in Brandenburg zwischen Groß Warnow und Karstädt unter Verkehr genommen. Auch zwischen Grabow und Groß Warnow wird inzwischen gebaut. Wann die A 14 aber zwischen Karstädt und Wolmirstedt nahe Magdeburg weitergebaut wird, vermag derzeit niemand seriös zu sagen.  

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