Silvestersatire 2013 : Was Sie garantiert noch nicht wussten

Der deutschlandweit erste „6 Sterne“-Radweg soll 2014 vom ADFC in der Prignitz zertifiziert  werden. Die Radler können hier auf gut sechs Metern Breite, geschützt von Leitplanken, sogar im Begegnungsverkehr zu viert nebeneinander fahren – mindestens.
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Der deutschlandweit erste „6 Sterne“-Radweg soll 2014 vom ADFC in der Prignitz zertifiziert werden. Die Radler können hier auf gut sechs Metern Breite, geschützt von Leitplanken, sogar im Begegnungsverkehr zu viert nebeneinander fahren – mindestens.

Der „Prignitzer“ recherchierte an den geheimsten Orten im Landkreis und in Potsdam und erkundete dabei Brisantes

svz.de von
30. Dezember 2013, 22:00 Uhr

Was wird 2014 für den Kreis bringen? Wie in jedem Jahr hat die „Prignitzer“-Redaktion auch dieses Mal keine Mühen gescheut: Für Sie, liebe Leserinnen und Leser, haben wir Informationen zu jenen Vorhaben recherchiert, die eigentlich noch niemand wissen darf, so geheim sind sie.


6-Sterne-Radweg in der Prignitz


Radfahren ist in der Prignitz außerordentlich populär. Nicht umsonst ist die Region eine von nur insgesamt zweien in Deutschland, die als ganzes Gebiet vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) zertifiziert werden.

Bislang gibt es die Sterne nämlich lediglich für einzelne Radfernwege – ähnlich wie bei Hotels sind es bis zu 5 Sterne. Drei 5-Sterne-Radwege sind bislang in Mitteleuropa zertifiziert: Liebliches Taubertal – Der Klassiker, Main-Radweg und Neusiedler See-Radweg. Aber auch da will die Prignitz 2014 noch eins draufsetzen. Auf dem ersten 6-Sterne-Radweg wurde im Herbst bereits probegefahren.

Im April soll das erste, rund zehn Kilometer lange, mit Flüsterasphalt ausgelegte und mit Leitplanken versehene Teilstück in Betrieb gehen. Kleiner Wermutstropfen: Ganz kostenlos wird das Premiumradeln in Zukunft nicht zu haben sein. Schließlich ist die Aufrüstung teuer.

Brandenburg plant daher eine Radwege-Maut – für Routen und Gebiete mit 4 bis 6 Sternen. Zahlen sollen aber nur Radfahrer, die keinen Haupt- oder Nebenwohnsitz in der Mark nachweisen können. Über die Höhe der Maut ist allerdings noch nichts bekannt, auch nicht darüber, wo die Vignette gut sichtbar am Drahtesel angebracht werden soll. Ob das Ganze zulässig ist, wird derzeit von der UN-Menschenrechtskommission geprüft.

Noch mehr satirische Rück- und Ausblicke lesen Sie in unserer Silvesterausgabe auf Seite 15. Viel Vergnügen!


 
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