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Der Prignitzer

16. Januar 2018 | 13:11 Uhr

Nach Brand : Warten auf den Einzug

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Hinhalten hat ein Ende – verrußtes Dach wird nun doch saniert

von
erstellt am 16.Jul.2015 | 08:00 Uhr

„Dach verrußt – Familie hingehalten“, titelten wir im „Prignitzer“ am 9. Mai. In unserem Beitrag ging es um Familie Britz aus der Wilsnacker Straße. Ihr Wohnhaus grenzt direkt an das Eckhaus Berliner Straße 1, wo am Abend des 22. Januar im damals hier noch ansässigen Raumausstattermarkt Haack ein Feuer ausbrach. Der Brand richtete im Geschäfts- und Wohnhaus einen Millionenschaden an. Stark betroffen von dem mit Giftstoffen belasteten Ruß war auch das Haus von Familie Britz. Nach diversen Terminen, Verzögerungen und Auseinandersetzungen mit ihrem Gebäudeversicherer, der Ergo AG, tat sich in der Schadensregulierung so wenig, dass das Haus auch vier Monate nach dem Brand noch nicht bewohnbar war.

Weitere zwei Monate später fragte der „Prignitzer“ erneut nach, denn noch immer steht ein Gerüst vor dem Gebäude, konnte die Familie nicht einziehen. „So gut uns das auch Anfang Mai tat – die Zeitungsberichte brachten leider wenig, was die Regulierung seitens der Versicherung betraf“, berichtet Kornelia Britz. Die couragierte Frau ließ sich jedoch nicht entmutigen, recherchierte die Namen der Ergo-Vorstandsmitglieder, schrieb sie persönlich an. Dieser Vorstoß brachte tatsächlich Bewegung in die festgefahrene Sache, in der es vordergründig um die teure Dachsanierung ging, die die Versicherung zunächst nicht begleichen wollte. Ergo-Vorstandsmitglied Silke Lautenschläger versprach, sich kurzfristig zu kümmern – und tat es. Inzwischen ist der Stand so, dass wenigstens die Hälfte der Dach-Kosten vom Versicherer übernommen werden. „Wir hatten bereits die Unterspannbahnen aufgeschnitten und gesehen, dass das Dämm-Material kohlrabenschwarz ist“, so Britz. Um das Dach komplett wieder herzurichten, zahlt die Familie aus privaten Mitteln drauf. Außerdem brachte sie unzählige Arbeitsstunden als Eigenleistung ein.

Unterdessen wohnen Kornelia Britz und ihre Tochter – der Familienvater arbeitet die Woche über auswärts – immer noch im Hotel „Deutscher Kaiser“. Der Hotelleitung und dem Mitarbeiterteam sei sie unendlich dankbar, dass es diese Möglichkeit zu vertretbaren Konditionen überhaupt gebe, sagt Kornelia Britz und ergänzt: „Wir werden hier sehr lieb betreut.“ Die Familie wünscht sich jedoch nichts sehnlicher, als die eigenen vier Wände. Kornelia Britz denkt, dass der Einzug noch im Juli vonstatten gehen wird.

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