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Jugendfeuerwehr Glöwen : Warme Jacken und eigene Technik

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Erwachsenenwehr baute für Glöwener Nachwuchsblauröcke Tragkraftspritzenanhänger auf. Sparkasse sponserte Winterparka

svz.de von
erstellt am 13.Dez.2015 | 15:40 Uhr

„Cool, jetzt haben wird richtige Technik wie die Erwachsenen, und sie gehört allein uns.“ Sarah, Justin und die anderen Mädchen und Jungen der Glöwener Jugendfeuerwehr sind sprichwörtlich Feuer und Flamme. Rechtzeitig zu ihrer kleinen Weihnachtsfeier am Sonnabend war der Tragkraftspritzenanhänger fertig geworden. „Den haben wir als Wehr geschenkt bekommen und in Eigenregie für unseren Nachwuchs komplett neu aufgebaut“, ist von Wehrführer Jens Morche zu erfahren. An die 150 Stunden stecken da gut drin, überschlägt er, Geld fürs Material sponserten Firmen aus der Region wie Möbel Wenck und Bäckerei Niesack. „Allen ein ganz großes Dankeschön“, betont Jugendwartin Bettina Geisler. Die Perleberger Firma Outlinie Design sorgte zudem dafür, dass auch der Wunsch der Kinder auf ihrer Technik sichtbar wurde: „Ich werde Feuerwehrmann. Und Du?? “ „Alle sollen schließlich sehen, dass wir schon unseren eigenen Tragkraftspritzenanhänger samt Zubehör haben“, so Lukas. Er selbst kann allerdings die Tage schon zählen, an denen er noch beim Nachwuchs ist. „Ich bin 16 und ab Januar in der Erwachsenenwehr.“ Offiziell sei er seit seinem achten Lebensjahr dabei, „doch eigentlich schon, seit ich denken kann“. „Ich bin eben erblich vorbelasten“, sagt er lachend und verweist auf seinen Onkel. Feuerwehr, davon träume wohl jeder als Stift. „Spaß und auch ein wenig Abenteuer“, das mache den Reiz aus, so der 16-Jährige. Und Langeweile habe man auch nicht, sind sich Charleen und Justin einig.

20 Mädchen und Jungen zählt die Nachwuchstruppe um Bettina Geisler und ihre Stellvertreterin Mandy Puppich. „Die Kinder sind mit Begeisterung dabei, wollen lernen, wie es die Großen machen“, so die Jugendwartin. Bis dato sei es auch stets gelungen, dass selbst ausgebildeter Nachwuchs in die aktive Wehr nachrückte. „Gut 75 Prozent der Kameraden waren zuvor in unserer Jugendwehr“, überschlägt Jens Morche. Er selbst eben auch. „Ich war sogar noch bei den Jungen Brandschutzhelfern“, fügt er an.

Doch nicht nur Technik gab es für die kleinen Feuerwehrmänner und -frauen in spe. Zehn Winterparka konnten angeschafft werden, „die Sparkasse Prignitz machte es möglich“, betont die Jugendwartin stolz. Teilweise sind jene zwar noch etwas groß, doch„ unsere Kinder wachsen ja nicht nur mit ihren Aufgaben“, fügt lachend der Wehrführer an.

Mit der warmen Feuerwehrmontur können die Älteren der Nachwuchsblauröcke nun bei Wind und Wetter trainieren, sich zielgerichtet auf den Dienst in der Erwachsenenwehr vorbereiten. 15 bis 20 Einsätze im Jahr sind für die Kameraden Standard, und die Palette reiche vom Brand über Verkehrsunfall, Sturmschäden bis Ölspur.  

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