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Der Prignitzer

16. August 2017 | 15:16 Uhr

Wandmalereien entdeckt

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Lindenberger Kirche steht vor der Sanierung/Restaurierung der Wandmalereien könnte an fehlenden Finanzen scheitern

„Ob wir die Wandmalereien völlig freilegen und restaurieren, nur einen Teil oder überhaupt nicht, das muss der Kirchenvorstand entscheiden“, so Gerd Thiedemann vom Vorstand des Kirchenbauvereins Lindenberg e.V. Letztlich sei es auch eine Frage des Geldes, betont er immer wieder, wenn er über die jetzt beginnenden Sanierungsmaßnahmen spricht.

Die kleine Feldsteinkirche wurde im 13. und 14. Jahrhundert als Zufluchtskirche von Mönchen gebaut. Damals noch ohne Turm. Dieser kam erst im 15. Jahrhundert hinzu.

Jetzt laufen die Ausschreibungen für den ersten Bauabschnitt. Gerd Thiedemann hofft, dass die Bauarbeiten im Juni oder Juli beginnen. Geplant sind die Sanierung von Dach, Fenster und Fassade. Veranschlagt wurden für die Maßnahmen ca. 150 000 Euro. „Wir sind froh, dass wir für die Sanierung auch Mittel aus dem Staatskirchenplan zur Verfügung gestellt bekommen“, sagt Gerd Thiedemann.

Der rührige Kirchbauverein Lindenberg gründete sich 2009. Vorsitzender ist der Gastwirt Bernd Lamprecht. Jeder Euro zählt. Einen Beitrag leisten auch die Konzerte. „Inzwischen haben wir 40 Konzerte durchgeführt, bei denen der Eintritt frei ist“, erzählt das Vorstandsmitglied. „Aber während des Konzertes lasse ich die Spendenkörbe durch die Reihen gehen.“ In diesem Jahr unterstützt auch der Landkreis die Frühlingskonzerte – das zweite findet am Sonnabend statt – mit 400 Euro aus dem Fonds des Prignitzsommers.

Dann kommt er wieder auf die Sanierung zu sprechen. So werden die Fenster alle herausgenommen, aufgearbeitet und wieder eingesetzt. Er hofft, dass sie dann wieder dicht sind, „denn jetzt zieht es wie Hechtsuppe“.

Im Altarraum wurde in den letzten Wochen und Monaten die Paneele von der Wand genommen. Dies war notwendig, um die Wände nach möglichen Wandmalereien zu erforschen. Durch erste freigelegte Stellen lassen sie sich erahnen. „Von den lebenden Gemeindemitgliedern kann sich niemand an die Wandmalereien erinnern. Aber es gibt auch leider keine Fotos“, stellt Gerd Thiedemann fest.

Er hofft, dass im kommenden Jahr mit der Sanierung im Innern der Kirche begonnen werden kann. „Es ist aber eine Frage des Geldes!“ Die Spenden fließen nicht so üppig. „Uns fehlt ein Günter Jauch als Partner“, sagt Thiedemann, und hofft ein wenig auf Unterstützung aus der Wirtschaft. „Denn die Großbauern im Dorf gibt es nicht mehr“, ergänzt seine Frau.

Doch die 28 Vereinsmitglieder sind bestrebt, auf verschiedene Art und Weise Geld für die Sanierung des Gotteshauses zu sammeln. So sind sie am Herrentag am Pollo und werden zur traditionellen Dampfwoche Kuchen verkaufen.

Auf dem Sanierungsplan des Vereins stehen auch noch die große Glocke, die zurzeit stillgelegt ist, „weil sie schief hängt“, und die Orgel. „Die Orgel funktioniert noch, muss aber überholt werden. Dies aber erst am Ende der Baumaßnahmen“, sagt Gerd Thiedemann. Wer den Kirchbauverein Lindenberg e.V. unterstützen möchte, kann spenden. Die Kontonummer: DE29160501011411020134

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erstellt am 28.Apr.2017 | 09:05 Uhr

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