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Der Prignitzer

13. Dezember 2017 | 02:47 Uhr

Wachstumskern definiert Ziele

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

RWK tagte im Perleberger Rathaus und erörterte Aufgaben der nächsten Jahre

von
erstellt am 31.Mai.2016 | 12:00 Uhr

Der Anspruch der Mitgliedskommunen im Regionalen Wachstumskern (RWK) ist klar: Perleberg, Wittenberge und Karstädt wollen der wirtschaftliche Motor für die Prignitz sein. Dass das bereits so sei, verdeutlichte Perlebergs Bürgermeisterin Annett Jura auf der gestrigen Sitzung der Lenkungsgruppe des RWK im Perleberger Rathaus anhand einiger Zahlen.

„In den Jahren von 2006 bis 2014 sind 223 Millionen Euro mit Hilfe von GRW-Mitteln (zur Förderung gewerblicher Wirtschaft) im Regionalen Wachstumskern investiert worden, im gesamten Landkreis waren es im selben Zeitraum 402 Millionen“, so Jura bei der Vorstellung der fortgeschriebenen Standortentwicklungskonzeption für die nächsten Jahre. Bei dieser Quote von 55 Prozent zeige sich laut Wittenberges Bürgermeister Dr. Oliver Hermann, dass der RWK in diesen acht Jahren ein wesentlicher Investitionsmotor für die Region geworden ist. Als starker Akteur im Raum wolle man gemäß des Zielsystems Umlandgemeinden und Mittelbereiche, beispielsweise Bad Wilsnack, stärker mitnehmen. Die interkommunale Arbeitsgemeinschaft mit allen Bürgermeistern in der Elbtalaue soll weiter voran getrieben werden. Insbesondere Bad Wilsnack könne eine Führungsrolle übernehmen. „Das läuft dort auch gut an, denn touristische Themen spielen für Bad Wilsnacks Wirtschaft eine große Rolle“, so Dr. Hermann

Chancen biete auch die nahe Großstadt Hamburg. Die Gespräche während des Besuchs von Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz in der vergangenen Woche haben gezeigt, dass die Prignitz von der Metropolregion Hamburg profitieren könne. „Initiativen wie Kurs-Elbe und der Ausbau der Flussschifffahrt sind da ebenso Punkte wie die Autobahnanbindung. Wir sehen zahlreiche Möglichkeiten, die Impulse aus Hamburg zu nutzen“, so Dr. Hermann über die Chancen der überregionalen Vernetzung.

Der Schwerpunkt in der Unternehmensförderung liege künftig bei Investitionen in bereits bestehende Unternehmen, die sich und ihre Produktion erweitern wollen. „Das ist ein Zeichen dafür, dass es bereits viele gefestigte Unternehmen in der Prignitz gibt“, so Hermann.

Karstädts Bürgermeister Udo Staeck merkte an, dass gerade diese kleinen Erweiterungsinvestitionen in die Unternehmen wichtig sind. „Um Strukturverbesserungen zu erzielen, brauchen wir die Basis-Arbeit, also das Handwerk und die kleinen Gewerbe“, so Staeck.

Gemeinsam nehmen die RWK-Mitglieder nun auch schon das nächste Event in den Blick. Am 16. Juni findet ab 12 Uhr in der Perleberger Rolandhalle der 6. Energie- und Technologietag statt. Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft sowie Vertreter aus der Politik wollen zwischen Vorträgen und Ausstellungen gemeinsam mit interessierten Besuchern über die technologische Innovationskraft Prignitzer Unternehmen ins Gespräch kommen und. Auch Brandenburgs Wirtschaftsminister Albrecht Gerber, unter dessen Schirmherrschaft die Fachtagung steht, wird dazu in der Kreisstadt erwartet.  

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