Rettungsdienst : Wache muss wachsen

Die Bad Wilsnacker Feuerwache hat neben vier Hallenplätzen für Feuerwehrfahrzeuge zwei für den Rettungsdienst. Diese sollen vergrößert werden.
Die Bad Wilsnacker Feuerwache hat neben vier Hallenplätzen für Feuerwehrfahrzeuge zwei für den Rettungsdienst. Diese sollen vergrößert werden.

Stellplatz in Bad Wilsnack zu klein für moderne Rettungswagen / Künftig möglicherweise zwei Fahrzeuge in Bad Wilsnack stationiert

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24. September 2015, 22:00 Uhr

Fünf Meter Hallentiefe reichen nicht mehr, um die in den letzten Jahren immer weiter gewachsenen Rettungswagen auf der Wache in Bad Wilsnack unterzubringen. „Turnusmäßig steht die Beschaffung eines neuen Fahrzeugs für die Außenwache in Wilsnack an“, sagte René Glaeser, Leiter des Prignitzer Rettungsdienstes, auf Nachfrage.

„Früher wogen die Fahrzeuge maximal 3,5 Tonnen, heute sind wir bei bis zu fünf Tonnen, und heute gibt es faktisch keinen Rettungswagen mehr unter sechs Meter Länge“, umreißt Glaeser das Problem, vor dem man derzeit steht. „Die Patienten werden nicht leichter, und die Ausstattung immer komplexer, das wirkt sich natürlich auf die Fahrzeuge aus.“

Im Zuge des Neubaus der Bad Wilsnacker Feuerwache waren seinerzeit zwei Stellplätze für den Rettungsdienst mit errichtet worden – allerdings für damalige Fahrzeugdimensionen. Kurzum: Für neue Typen sind sie nicht lang genug.

Im nicht-öffentlichen Teil hatten die Wilsnacker Stadtverordneten auf ihrer Sitzung Anfang September bereits über eine mögliche Vergrößerung der Fahrzeughalle beraten. „Wir sind diesbezüglich in Gesprächen mit der Stadt, die Eigentümer der Wache ist“, sagt Glaeser und verweist auf eine gute Zusammenarbeit von Rettungsdienst und Stadtverwaltung. Man sei optimistisch, eine Lösung zu finden.

„Angedacht ist, die beiden Stellplätze für Rettungsdienstfahrzeuge von derzeit fünf auf zehn Meter nach vorne heraus zu verlängern, um so gleich genügend Reserve für künftige Entwicklungen zu haben“, sagt Glaeser. Wenn die Verhandlungen mit der Stadt abgeschlossen sind, könnte der Bau Anfang 2016 beginnen und bis zum Sommer fertiggestellt werden. „Dann kann auch das neue Fahrzeug kommen.“

Derzeit ist in Bad Wilsnack ein Rettungswagen stationiert. Allerdings, so Glaeser, würde hier künftig wahrscheinlich ein zweites Fahrzeug untergebracht. „Der Rettungsdienst ist verpflichtet, 25 Prozent seiner Flotte als Reserve für Großschadenslagen mit vielen Verletzten vorzuhalten. Der zweite Wagen ist dann also nicht ständig besetzt und in die normale Alarmierung integriert, sondern kommt nur bei entsprechendem Bedarf an Rettungsmitteln zum Einsatz.“  

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