Perleberg : VVN-Denkmal erhält eine erklärende Edelstahlstele

Hier die vom Stadtentwicklungsausschuss favorisierte Variante. Die Stele vorn rechts im Bild.
Hier die vom Stadtentwicklungsausschuss favorisierte Variante. Die Stele vorn rechts im Bild.

Denkmalbehörde lehnt Veränderung der Inschrift ab / Text und QR-Code zur historischen Einordnung

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22. September 2015, 11:12 Uhr

Das VVN-Denkmal wird eine Stele mit Erläuterungen, sprich eine Einordnung in die Zeit, erhalten. So lautete der Konsens des Forums zu Gedenkstätten der Stadt im Juni. Im vergangenen Stadtentwicklungsausschuss war besagte Informationsstele samt Text dann ebenso Thema.

Ausgangspunkt war die Debatte um die Inschrift am Denkmal auf dem Marienplatz. „VVN Den Kämpfern für Frieden und Fortschritt“ – lautet diese. Unter anderem Pfarrer Tilmann Kuhn und Abgeordnete hatten im Zuge der Sanierung des Denkmals moniert, dass die Inschrift nicht zeitgemäß sei, der Opfer des Holocausts mit keiner Silbe gedacht werde.

Die Verwaltung wurde beauftragt, sich mit den Denkmalbehörde in Verbindung zu setzen und die Forderung der Stadtverordneten dort deutlich zum Ausdruck zu bringen. Die Untere Denkmalbehörde des Landkreises und das Landesamt für Denkmalpflege blieben jedoch bei ihrer Auffassung. Jeglicher Eingriff würde den Zeit- und Aussagewert schmälern. Die Veränderung würde eine Umwidmung oder Widmungserweiterung bedeuten. Dem werde nicht zugestimmt. Dafür werde eine erklärende Objektbeschreibung durch eine beschriftete Stele oder Informationstafel im näheren Umfeld empfohlen, um so dem Betrachter ergänzende Informationen zur besseren historischen Einordnung und Bewertung des Denkmals an die Hand zu geben.

Und genau so eine Stele soll entstehen, um deren Gestaltung und den Text ging es im Stadtentwicklungsausschuss. In schlichter, zurückhaltender Bauweise aus gebürstetem hochwertigem Edelstahl soll sie entstehen. Vorteile: Sie ist pflegeleicht und nachhaltig, heißt es in der Begründung des Beschlussentwurfes. Der eigentliche Text werde ausgelasert und vor einem schwarzen Hintergrund sichtbar. Ihren Standort wird die Stele in unmittelbarer Nähe des Denkmals erhalten. Den Ausschussmitgliedern wurde eine entsprechende Fotomontage vorgelegt. Die Variante, die im Bild zu sehen ist, wurde von ihnen favorisiert.

Der Text hingegen sei zu lang, soll noch einmal überarbeitet, sprich gekürzt werden, so der Tenor im Ausschuss. Für zusätzliche Informationen soll ein QR-Code an der Stele angebracht werden.  

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