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KArneval in der Prignitz : Vorhang auf, Manege frei

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Die Karnevalsgesellschaft Berge entführt ihre Besucher in eine bunte Zirkuswelt / Lanzer sonnten sich im Glanze Hollywoods

von
erstellt am 09.Feb.2015 | 08:00 Uhr

„Es war ein schönes Programm“, hörte man nach der buntgemischten Darbietung der Karnevalsgesellschaft Berge am späten Sonnabend überall. Unter dem Motto „Feuerschlucker, Zirkusduft, bei der KGB da brennt die Luft“, brannten die rund 60 Darsteller ein Feuerwerk ab.

Die Tanzeinlagen der Funkengarde, der Frauen- wie der Männergruppe begeisterten das Publikum im nicht ganz ausverkauften Saal der Gaststätte An’e Eiche in Berge. Zu Beginn heimsten die Minifunken, als kleine Cowboys und -girls kostümiert, sich ihren verdienten Beifall ein. Da hallte es schon das erste Mal durch den Saal „Zugabe“. Natürlich ließen sich die Kleinen – bei den Minifunken wirken mittlerweile schon 19 Kinder mit – nicht zweimal bitten.

Es war ein kurzweiliger Abend, durch den einmal mehr Zeremonienmeister Dirk Ullmann führte. Mit Akrobatik, Feuerschlucker oder eben passend dazu, die Berger Antwort auf „Oh, mein Papa“ wurden die Zuschauer in die Welt der Manege entführt. Doch die KGB mit ihrem Präsidenten Manuel Schlegel sieht es nicht so eng, dass sich die einzelnen Gruppen strikt an das Motto halten müssen. „Es geht manchmal nur um die Umgänge, dann sind tolle Ideen immer dabei“, sagt Nicole Ullmann. So brachten Hubert Schmidt, seine Frau Sonja sowie Gudrun Springer die Besucher mit ihren Paradien Otto und die Schlümpfe, Schwanensee-Ballett zum Lachen. Natürlich durften auch Schlager nicht fehlen.

Die junge Generation als Helene Fischer oder Andreas Gabalier hatte den Riesen-Applaus auf ihrer Seite. Und als Hommage an den jüngst verstorbenen Udo Jürgens gab Prinz Mirko I „Aber bitte mit Sahne“ zum besten. Der Pritzwalker wurde mit seiner Kerstin dieses Jahr zum Prinzenpaar auserkoren. Natürlich gaben sie nach der Schlüsselübergabe von Bürgermeister Werner Eckel an das Narrenvolk dem Publikum die Kussfreiheit.


Lanz im Glanze Hollywoods


Ob sie die großen Buchstaben von einer Bergkette am Rande von Los Angeles geklaut oder doch selbst gebastelt hatten, verrieten die Lanzer Narren nicht. Doch auch unter einem nachgebauten Hollywood-Schriftzug hielt beim 2. Büttenabend reichlich Showglanz Einzug in den Saal des Gasthauses Paesler.

Während der legendäre Zorro zwischen den nicht ganz so frommen Schwestern aus Sister Act vom Tisch des Elferrats die Bühne gut im Blick hatte, passierte auf den Brettern allerhand Komisches und Musikalisches: Die wilde Rosi zeigte, dass man auch mit einem Rollator noch durchaus zum Verkehrssünder werden kann, die Lanzer Hofsänger trällerten bekannte Gassenhauer mit adaptierten Texten. Die Lanzer Synchronschwimmer verpatzten ihre Premiere und fielen in der Kritik des Moderators durch: „Synchron ist was anderes, aber ihr habt ja noch genug Zeit, weiter zu üben.“

Die Showgirls des LCC hatten das hingegen nicht nötig. Egal ob als Jedi-Ritter aus Star Wars oder als Zombies wie bei Resident Evil – wenn sie sich rhythmisch bis frivol zur Musik bewegten, gab es im ganzen Saal kein Halten mehr.

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