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Neuer Lebensabschnitt : Vorfreude auf die Schule

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Lenzen erwartet 19 Abc-Schützen und freut sich über konstante Schülerzahlen / Breites Angebot an Arbeitsgemeinschaften

svz.de von
erstellt am 15.Feb.2016 | 12:00 Uhr

19 Abc-Schützen erwartet Lenzens Grundschule zum neuen Schuljahr. Sie alle waren am Sonnabend zur Anmeldung gekommen und lernten zugleich ihre Lehrer und ihre künftige Schule kennen.

Schulleiterin Sabine Döpel blickt gelassen in die Zukunft. Eine Zitterpartie um ausreichend Schüler erwartet sie mittelfristig nicht. „Aktuell haben wir 96 Schüler und diese Zahl wird in den nächsten Jahren annähernd stabil bleiben“, sagt sie. Der Unterricht für die Erstklässler wird in Flex-Klassen organisiert, einige Fächer werden in den ersten beiden Schuljahren jahrgangsübergreifend unterrichtet.

An der verlässlichen Halbtagsschule werden alle Kinder durchweg bis 14 Uhr betreut. Nach dem regulären Unterricht haben sie eine große Auswahl an Arbeitsgemeinschaften. 26 sind es insgesamt. Fast alle leiten auswärtige Honorarkräfte. „Dabei handelt es sich eher um ein symbolisches Honorar“, macht Sabine Döpel deutlich. Umso glücklicher sei sie darüber, dass fast alle AG-Leiter seit Jahren schon die Schule unterstützen.

Besonders beliebt seien die Angebote der Naturwacht und der Feuerwehr. „Die Seedorfer Kegler finden an der Schule ihren Nachwuchs, genau wie die Segler. Beide Vereine bestreiten mit ihren Schützlingen erfolgreich Wettkämpfe“, weiß Döpel.

Im nächsten Schuljahr wird der Stadtbetrieb Lenzen ebenfalls wieder seine AG Forst anbieten. „Durch den personellen Wechsel an der Spitze des Betriebes gab es eine Unterbrechung“, erklärt Döpel.

Seit fast einem Jahr lernen an der Schule drei ausländische Kinder, die mit ihrer Mutti als Asylbewerber nach Lenzen kamen. „Wir haben ausreichend Stunden für Deutsch als Zweitsprache bekommen und die sind auch dringend notwendig“, betont die Schulleiterin. Die Kinder hätten sprachlich große Fortschritte gemacht, nehmen an allen Fächern teil. Freunde hätten sie auch gefunden.

Wer mit Sabine Döpel spricht, bekommt den Eindruck, sie sei wunschlos glücklich. Sie lacht und bevor sie es versäumt, verrät sie am Ende des Gesprächs doch noch einen großen Wunsch: den Ausbau des Dachbodens.

Geplant war der schon vor mehreren Jahren im Zuge der Grundsanierung der Schule, doch das Ministerium sah damals keine Notwendigkeit für diesen zusätzlichen Bedarf. „Tatsächlich brauchen wir den Platz aber“, sagt Sabine Döpel. Alle Klassenräume seien voll ausgelastet, die Möglichkeiten der Raumteilung erschöpft. „Uns fehlen kleine, zusätzliche Räume für Gruppenunterricht, zum Beispiel für Kinder von Asylbewerbern“, sagt sie. Dafür wäre der Dachboden ideal geeignet.

Der Schulverband Lenzen als Träger der Einrichtung wisse von diesem Wunsch und sei aufgeschlossen. Bauliche Voraussetzungen müssen noch geschaffen werden, unter anderem was die Fluchtwege betrifft. Sollte ausreichend Geld vorhanden sein, dürfte der Investition nichts entgegen stehen, hofft Sabine Döpel.

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