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kein wasser in quitzöbel : Vorfluter bleibt vorerst weiter trocken

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Anstehende Wartung der Wehrgruppe Quitzöbel verzögert anstauen des Havelabflusses

von
erstellt am 08.Apr.2014 | 22:00 Uhr

Der Gnevsdorfer Vorfluter ist trocken. Ein ungewöhnlicher Anblick sei das zu dieser Jahreszeit, weist uns ein Leser auf dieses Thema hin. Den Grund kennt der Landkreis: eine anstehende Wartung der Wehranlage.

Der Vorfluter ist eine künstliche Havelmündung, die hierher verlegt wurde. Sie dienst dem Hochwasserschutz und der Wasserstandsregulierung. Letztere Aufgabe kann der Vorfluter derzeit nicht leisten. „Im Winter stauen wir nicht an, lassen das Wasser abfließen. Im Frühjahr beginnen wir eigentlich mit dem Anstauen“, sagt Bernd Lindow, Leiter der unteren Wasserbehörde beim Landkreis.

Aber in diesem Jahr führt das Landesumweltamt eine turnusmäßige Wartung der gesamten Wehranlage durch. Die sei für Anfang Mai geplant. „Da macht es keinen Sinn, jetzt kurzzeitig anzustauen und dann das Wasser wieder abfließen zu lassen“, erklärt Lindow.

Sicher sei die Vegetation relativ trocken. Den gesamten Winter über habe die Elbe Niedrigwasser geführt. Die wenigen Niederschläge in den vergangenen Wochen hätten die Situation weiter verschärft. Auch tiefere Mulden und zeitweilige Wasserlöcher würden mittlerweile trocken sein. Aus Lindows Sicht drohen der Landwirtschaft dadurch aber keine Probleme.

„Wir haben das Landesumweltamt gebeten, die Reparatur so zeitig wie möglich durchzuführen“, sagt der Behördenleiter. Sobald das geschehen sei, werde das Wasser angestaut, so dass sich dann auch der Grundwasserspiegel wieder normalisieren dürfte.

Unserer Leser bezeichnet den Termin für die Reparatur als ein ungünstiges Zeitmanagement. Das hätte man aus seiner Sicht eher im Herbst planen sollen. Jetzt sei nicht nur die Vegetation auf Feuchtigkeit angewiesen, sondern auch die Tierwelt, insbesondere die Störche. Bei zu hoher Trockenheit verschlechtert sich ihr Nahrungsangebot.


Hochwasserschäden werden beseitigt


Eine gute Nachricht hat Bernd Lindow zum Stand der Reparaturarbeiten am Haveldeich. Beim Elbehochwasser 2013 hatte es einen erheblichen Schaden gegeben, ein Deichbruch drohte. Nur mit Glück und dank eines schnellen Eingreifens der Helfer konnte das verhindert werden. Die eigentlich Schadstelle ist bereits repariert. „Jetzt beginnen die Kollegen in Sachsen-Anhalt damit, ihren dortigen Deichabschnitt zu sanieren. Vorbereitend seien bisher Bäume gefällt worden“, so Lindow.


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