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Arbeitsgemeinschaft Städte mit historischen Stadtkernen : Vorbildlich - Experten loben Lenzens Altstadt

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30 der 59 Einzeldenkmale in der Altstadt von Lenzen sind saniert, 15 teilsaniert. Dieses überdurchschnittliche Engagement lobte die Bewertungskommission der Arbeitsgemeinschaft Städte mit historischen Stadtkernen.

svz.de von
erstellt am 26.Okt.2012 | 11:23 Uhr

Lenzen | 30 der 59 Einzeldenkmale in der Altstadt von Lenzen sind saniert, 15 teilsaniert. Damit sei die Stadt "auf überdurchschnittlich gutem Weg", lobte Arne Krohn Donnerstagabend in der Stadtverordnetenversammlung. Er ist Mitglied der Bewertungskommission der Arbeitsgemeinschaft Städte mit historischen Stadtkernen. Diese hatte sich Ende September über den Stand der Sanierung informiert. Als beispielhaft nannte Krohn das Burgensemble, aber auch diverse Einzelhäuser und Straßenzüge seien optisch in einem sehr guten Zustand. Gerade im Vergleich mit Städten in ähnlicher Größenordnung rage Lenzen hervor.

"Unverkennbar ist aber auch das Leerstandsproblem", sagte Krohn. 48 von 215 Hausgebäuden stehen leer, "das ist eine Quote von 22 Prozent", machte er deutlich. Darunter befinden sich 16 Denkmale. In Anbetracht des demografischen Wandels sei kein spürbarer Zuwachs an Einwohnern zu erwarten. Aufgabe der Stadt müsse es daher sein, in den nächsten Jahren zu entscheiden,welche Gebäude noch zu sanieren sind, welche abgerissen werden sollten. Ohne Abriss werde es nicht gehen, so Krohn. Das gelte um so mehr, weil die Stadt deutlich gemacht habe, im Durchschnitt nur ein Gebäude pro Jahr sanieren zu können. Mehr finanzielle Eigenmittel seien nicht vorhanden.

Zu prüfen sei laut Krohn außerdem, an welchen besonders wertvollen Gebäuden eine Sicherung vorzunehmen sei, auch wenn es noch keine Ideen für eine Nutzung gebe. Ein Beispiel sei das Scharfrichterhaus. Dennoch seien die notwendigsten Sanierungsarbeiten förderfähig.

Das gute Urteil der Kommission über Lenzen habe eine weitreichende Bedeutung über die Mitgliedschaft in der Arbeitsgemeinschaft. Diese sei ein Privileg, so Arne Krohn,denn nur Mitglieder bekommen städtebauliche Fördermittel von bis zu 75 Prozent pro Maßnahme. In Brandenburg gibt es 31 Mitglieds städte.

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