Liebesstart beim Abitreff : Vor 50 Jahren der erste Kuss

Annegret und Wolfgang Kramer (Bildmitte) stoßen mit Mario (l.) und Astrid (r.) Dahse an.
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Annegret und Wolfgang Kramer (Bildmitte) stoßen mit Mario (l.) und Astrid (r.) Dahse an.

Zwischen Annegret und Wolfgang Kramer funkte es am 27. Dezember 1967 beim Abituriententreffen

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30. Dezember 2017, 05:00 Uhr

Wenn Annegret und Wolfgang Kramer zu einem Treffen ehemaliger Abiturienten gehen, ist das für die beiden Elbestädter immer etwas Besonderes. „An einem solchen Abend haben wir uns das erste Mal geküsst“, sagt Annegret Kramer. Die Erinnerung an diesen wundervollen Moment holt sie und ihren Wolfgang ein. Beide strahlen. Denn es war der Beginn einer Liebe und Partnerschaft, zu der die beiden sich 1972 vor dem Standesbeamten das Ja-Wort gaben.

Aber zurück zu jenem romantischen Kuss, mit dem alles begann. „Er liegt heute auf den Tag genau 50 Jahre zurück“, erzählen Kramers, als der „Prignitzer“ sie am 27. Dezember beim Ehemaligentreffen 2017 trifft. Zeit, sich zu erinnern: Ja, sagen die beiden Junggebliebenen, „damals hat es zwischen uns gefunkt“. Gekannt haben sich Annegret und Wolfgang schon von der Schule, denn beiden waren auf der Erweiterten Oberschule (EOS) Wittenberge. Während sie noch in der 10. Klasse lernte, studierte er das erste Jahr in Dresden. Klar kam er zu jenem Abituriententreffen am 27. Dezember 1967. Sie war als Mitglied der legendären EOS-Tanzgruppe da, und die durfte nach ihrem Auftritt auch bleiben. Wolfgang forderte Annegret auf. „Wir haben getanzt, und dann war es geschehen“, erinnern sich die beiden und sehen sehr glücklich aus.

Geküsst hat Wolfgang seine Annegret aber erst, als er sie, ganz Kavalier, nach Hause brachte. Schon eine Woche vorher hätte er dazu die Gelegenheit gehabt, als er, obwohl schon Student, am 21. Dezember beim EOS-Schülerball – auch er war berühmt in der Stadt – mit Annegret tanzte und sie dann nach Hause brachte. „Das mit dem Tanzen war wohl mehr ein Versehen“, erzählt Annegret Kramer lachend, „denn eigentlich wollte er meine Freundin auffordern.“

Wolfgang Kramer studierte in Dresden, wurde Verkehrsingenieur, Annegret in Magdeburg, wurde Lehrerin für Deutsch und Russisch, beide fanden in Wittenberge Arbeit, gründeten eine Familie. Und sie sagen, „dass wir sehr gern in Wittenberge leben“. „Hier ist unsere Heimat, unser Zuhause.“ Und natürlich wird bei einem Abitreffen auch auf die EOS zurückgeblickt. „Absolut super, die Zeit dort. Wir haben viel gelernt“, sagt Wolfgang Kramer. „Ich kann nur Gutes über die EOS-Zeit sagen“, schließt sie sich an.

Annegret und Wolfgang Kramer sind jetzt, wie sie sagen, im Genießeralter. Dazu gehört für sie aber auch, den Kontakt zu jungen Leute zu halten. Annegret Kramer, sie war zuletzt Lehrerin am Oberstufenzentrum, und ihr Wolfgang tanzen nach wie vor gern, proben mit Abiturienten aus dem OSZ für deren Abschlussprogramm.

Auf dem Abitreffen diese Woche legte der DJ für die beiden noch einmal ihr Lied von 1967 auf: „Siebenmeilenstiefel“ von Graham Bonney. Mario Dahse, Fachlehrer und Mitorganisator der Abitreffen letzter Jahre, hatte mit für diese Überraschung gesorgt.

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