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Wittenberge : Vor 150 Jahren erhielt die Elbe ihr schiffbares Bett

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Stadtmuseum bietet in seiner neuen Sommerausstellung dazu jede Menge Details

von
erstellt am 14.Mai.2016 | 11:00 Uhr

Wie wurde die Elbe schiffbar? Antworten darauf gibt die neue Sonderschau, die seit gestern das Stadtmuseum Alte Burg zeigt. Dass sich bei der Eröffnung am Donnerstagabend sehr viele Besucher vor den zahlreichen Tafeln drängten, ist mit Sicherheit der Tatsache geschuldet, dass Wittenberge und Elbe im Bewusstsein vieler Hiesiger eine untrennbare Einheit sind. „Ich denke, die Ausstellung ist für Hiesige wie für Touristen, die beispielsweise auf dem Elberadweg unterwegs sind, gleichermaßen interessant. Wir werden sie bis zum Ende des Sommers präsentieren“, sagt Museumschefin Birka Stövesandt.

Wer sich in die Materie vertiefen will, sollte Zeit mitbringen. Denn die Schau geht auf viele Aspekte der Schiffbarmachung ein, die in engster Verbindung mit der Gründung der Elbstromverwaltung im preußischen Oberpräsidium in Magdeburg vor 150 Jahren steht, sagt Roland Schneider. Der Wittenberger, der bis vor einem Jahr beruflich im hiesigen Außenbezirk des Wasser- und Schifffahrtsamtes eng mit der Elbe verbunden war und sich darüber hinaus mit dem Strom und seiner Historie befasste und befasst, hat sein Wissen in die Exposition eingebracht. Die Museumschefin hebt auch die Unterstützung hervor, „die wir vom Wasser- und Schifffahrtsamt erhielten“. „Derartig regional bezogenen Expositionen sind nur machbar, wenn Fachleute von hier, daran mitwirken“, sagt Stövesandt.

Bis weit in das 19. Jahrhundert hinein war die Elbe in der Prignitz sich weitestgehend selbst überlassen, weiß Roland Schneider. Erste Buhnenbauten bei Lenzen und Schnackenburg seien mit der Jahreszahl 1826 verbunden. Der systematische Ausbau für die Schiffbarmachung ist aber, so belegt es die Ausstellung, mit der Gründung der Strombauverwaltung verbunden. Als Vater dieser Entwicklung gilt Theodor Kozlowski. Er war zum Elbstrombaudirektor berufen worden. Unter seiner Leitung wurde der Elbausbau nach 1866 unter Nutzung wissenschaftlicher Erkenntnisse vorangetrieben. Die Ausstellung zeigt den Mann im Porträt und das Denkmal, das die Stadt Magdeburg ihm für seine Verdienste errichtete.

Die Elbe und die Sonderausstellung werden auch im Mittelpunkt des Museumstages am 22. Mai stehen. Eingebettet darin sind Shutteltouren zum ElbePort und Führungen durch den neuen Hafen im Industriegebiet Süd.

 

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