zur Navigation springen

Stadt- und Hafenfest Wittenberge : Von Tanzmäusen und Rock-Dinosauriern

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Dienstälteste Rockband der Welt krönte eine tolle Party

von
erstellt am 24.Aug.2014 | 22:00 Uhr

24 Jahre in Folge eine bunte Mischung aus Markttreiben, Showacts und Livemusik – das Stadt- und Hafenfest Wittenberge ist eine Instanz, die sich vor allem durch ihre außergewöhnliche Konstanz auszeichnet – der demografischen Entwicklung zum Trotz. Und so zog es auch an diesem Wochenende wieder hunderte Einheimische und Gäste vom Bismarckplatz über die Wilhelm- in die Bahnstraße, wo die Organisatoren einmal mehr gelungene Unterhaltung für Jung und Alt boten.

Donnerknall um 10.30 Uhr vor dem Kulturhaus: Die Schützengilde leitet mit dem traditionellen Salut die Eröffnungszeremonie ein. Bürgermeister Dr. Oliver Hermann betont, dass das ursprüngliche Anliegen des Stadtfestes, die Innenstadt zu beleben, auch nach Jahren des Wandels noch funktioniere. „Es ist eine Veranstaltung, die von Bürgern gemacht wird, nicht von der Verwaltung. Kompliment an die Organisatoren, denn jeder, der im privaten mal eine Feier organisiert hat, weiß, wieviel Aufwand das schon bei 30, 40 Leuten ist.“

Kaum sind die letzten Worte verhallt, schmettern die Löcknitztaler Blasmusikanten schon wieder ihre Jagdhornmelodien über den Platz. Das Publikum dankt’s und klatscht mit. Und dann kommt Gundi. Gundi aus Berlin trägt das Herz auf der Zunge und trotz ihrer sicher weit mehr als 60 Lenze von ihrer Anziehungskraft noch immer überzeugt, das bekommt nicht nur Moderator Detlef Olle von Antenne Brandenburg zu spüren – sitzt die kecke Dame doch ruckzuck bei einem Besucher auf dem Schoß und schmachtet ihn an.

Kein Auge dafür hat der achtjährige Tom, der fasziniert beobachtet, wie Kranfahrer Klaus Jüchert eine kleine Gondel auf 50 Meter Höhe zieht. Kaum sitzt der Steppke selbst im Kranfahrstuhl, schweigt er, begeistert von der Aussicht, vor sich hin. „Cool, wie weit man gucken kann“, flüstert er vor sich hin.

Während es vor dem Kulturhaus Schlag auf Schlag weitergeht – zunächst zeigen Wittenberger Kung-Fu-Sporler, wie man sich mit bloßer Hand verteidigt, anschließend rocken die Tänzer des Tanzcentrums Schier-Rösel die Bühne – geht es in der Bahnstraße ebenfalls auf die Bretter, die die Welt bedeuten. Doch stehen hier nicht rhythmische Bewegungen im Fokus, sondern die aktuellen Modetrends für den Herbst und Winter. Laienmodels zeigen, was künftig als chic gilt: Gedeckte Farben, gesteppte Jacken und funktionelle Schnitte, die ebenso elegant wie sportlich wirken.


Großer Partyabend im Nedwighafen


„Die Modenschauen machen wir schon seit vielen Jahren, und die Resonanz ist immer wieder richtig gut“, sagt Simone Saleweski, vor deren Bekleidungsgeschäft der kleine Catwalk aufgebaut ist. „In den Tagen danach kommen die Leute und fragen nach, wollen das und das haben, was bei der Modenschau gezeigt wurde.“ Für die Laienmodels ist das alles ein riesiger Spaß. „Man fühlt sich da auf dem Laufsteg schon ein bisschen wie ein richtiges Model“, sagt sie, und Modelkollege Lars Pelen pflichtet nickend bei, „einmal im Jahr Modeln gehört dazu – natürlich beim Stadtfest in Wittenberge.“

Am Abend geht die Party im Nedwighafen weiter. Erst heizt die Partyband Malibu Stixx den Besuchern ein, bevor ein tolles Feuerwerk den Nachthimmel über der Elbe erhellt. Als schließlich mit den Lords um 22 Uhr die dienstälteste Rockband der Welt – seit 1959 machen die Jungs Musik – die Bühne entert, und vor allem ältere Semester in Erinnerungen schwelgen, ist klar: Das Stadt- und Hafenfest hat auch im 24. Jahr sein Publikum begeistert – und wird das Vierteljahrhundert 2015 ganz sicher voll machen.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen