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Erste Hilfe in Wittenberge : Von Notruf bis zur stabilen Seitenlage

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Rotkreuzjugend gestaltet an der Förderschule zwei Projekttage.

von
erstellt am 28.Mär.2017 | 12:00 Uhr

Die Wunde auf Angelinas Arm sieht sehr echt aus. „Das soll ein Knochenbruch sein“, erzählt das Mädchen aus der 5. Klasse. Sandro Reichel hat die Wunde aufgeschminkt. Nach Angelina ist ihre Klassenkameradin Leonie an der Reihe. Es dauert kaum eine Minute, und schon ist auf ihrem makellosen Bein ein Bluterguss „gewachsen“. Wie geht man mit Verletzungen dieser Art richtig um? Diese Frage war gestern eine von vielen, auf die Mädchen und Jungen aus den Klassen 3 sowie 4/5 an der Förderschule eine Antwort erhielten. In Person von Sandro Reichel, Oliver Behn und Leiter Ulrich Neukant war gestern die Wittenberger Gruppe des Jugendrotkreuz an der Schule zu Gast, veranstaltete einen Projekttag zur Ersten Hilfe.

„Wir haben festgestellt, dass zahlreiche Kinder bei kleineren Unfällen doch recht hilflos sind, nicht wissen, wie sie beispielsweise reagieren sollen, wenn sich jemand oder sie selbst sich verletzt haben. Deshalb sind wir froh, diesen Projekttag auch Dank der guten Kontakte zu Sandro Reichel und der Rotkreuzjugend hier an der Schule anbieten zu können“, sagt Lehrerin Birka Reischel. So erfahren die Mädchen und Jungen beispielsweise auch, wie man einen Notruf richtig absetzt. „Wir üben mit den Kindern die stabile Seitenlage und erklären andere lebensrettende Maßnahmen“, sagt Sandro Reichel. Angelina ist mit ihrer aufgeschminkten Wunde mittlerweile an der Station von Ulrich Neukant angekommen. Dort wird ihre „Wunde“ versorgt und das Mädchen erfährt, wie man sich bei einem eventuellen Knochenbruch verhalten muss.

Einige Zeit später hat Angelina die Station von Oliver Behn erreicht. Eine Mitschülerin liegt auf einer Decke, die Fünftklässlerin muss sie in eine stabile Seitenlage bringen. Das ist schon eine schwierige Aufgabe und muss auf jeden Fall geübt werden. Heute wird der Projekttag für die älteren Schüler fortgesetzt.

Dem Jugendrotkreuz in Wittenberge gehören derzeit zwölf Mitglieder an. „Natürlich freuen auch wir uns, wenn sich Mädchen und Jungen finden, die bei uns mitmachen möchten“, wirbt Gruppenleiter Neukant um Nachwuchs.

 

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