Spendenaktion für Awo Perleberg : Von Kühlschrank bis Eierkocher

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Gerätehaus der Wehr in Quitzow füllt sich am Sonnabend mit Spenden für die Awo-Kleiderkammer.

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01. Oktober 2018, 11:00 Uhr

Manches Stück passt einfach nicht mehr. Manches habe man sich gekauft und dann doch kaum getragen. Wieder andere Kleidung hängt mit einem Trauerfall zusammen. Zum Wegwerfen seien die Sachen aber auf jeden Fall viel zu schade, sagen Bianca Gäde und Andrea Gneiser. Die Schwestern gehören am Sonnabend mit zu den ersten, die am Gerätehaus der Quitzower Feuerwehr vorfahren, um Spenden abzugeben. Beate Mundt hält dort die Stellung, sehr tatkräftig unterstützt von ihrem sechsjährigen Sohn Markus.

Die Spenden sind für die Kleiderkammer der Arbeiterwohlfahrt in Perleberg bestimmt. Beate Mundt ist an diesem Sonnabendnachmittag quasi im Doppelfunktion für die gute Sache im Einsatz: Als Mitarbeiterin beim Awo-Kreisverband und als Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Quitzow.

Die Kleiderkammer der Arbeiterwohlfahrt nimmt in der Quitzower Straße 2 die Woche über von Montag bis Freitag Spenden entgegen. „Aber nicht jeder hat die Zeit oder die Gelegenheit“, sagt die agile Awo-Mitarbeiterin. Deshalb gibt es ab und an eben einen solchen Sonderspendetermin.

Bianca Gäde und Andrea Gneiser haben ihre Säcke mit der Kleidung gerade abgestellt, da meldet Markus seiner Mutter: „Die nächsten Spender kommen.“ Ja, es geht jetzt wirklich Schlag auf Schlag. Ein Wagen mit Hänger fährt vor. Familie Anuth aus Bad Wilsnack bringt eine nagelneue Siemens-Waschmaschine und einen wenig genutzten Kühlschrank. Heike und Bernd Anuth erzählen, dass sie eigentlich Berliner sind. Wegen der Ruhe und der guten Luft sind sie ganz in die Kurstadt gezogen, wo sie zuvor schon ein Domizil auf Zeit hatten. Deshalb sind bzw. waren auch Waschmaschine und Kühlschrank doppelt vorhanden. „Aber wir benötigen sie nicht mehr. Da haben wir in der Zeitung heute von der Sammlung gelesen.“ Anuths machten sich auf den Weg nach Quitzow. Beate Mundt freut sich. Die Haushaltsgeräte werden schnell neue Besitzer finden, ist sie sicher. Im Hinterkopf hat sie bei diesen Worten auch die beiden jüngsten Brände in Perleberg, bei denen Mieter ihre Habe verloren. Weiter geht die Spendenannahme. Bernd und Rosina Sauer aus Wittenberge haben diverse Haushaltsgegenstände dabei. Die Schränke sind voll. Manches, wie beispielsweise ein Eierkocher, wurde nur einmal benutzt. Da ist das Spenden doch ein sinnvoller Weg.

Birka Knies aus Karstädt hat auch mal wieder zu Hause durchgesehen, „was man selbst nicht mehr benötigt, aber anderen wirklich gut anbieten kann“. „Wir freuen uns“, sagt Beate Mundt das eine um das andere Mal und betont: „Die Kleiderkammer nimmt Gegenständen für den Haushalt von A bis Z an.“ Versorgt würden alle ohne Ansehen der Person. Und nachdrücklich tritt Mundt dem Gerücht entgegen, die Kleiderkammer solle schließen.

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