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Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe : Von Indonesien nach Rühstädt

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Gerade erst ist Sonja Biwer frisch aus Asien zurückgekehrt, nun absolviert die Diplom-Geografin aus Trier ein Praktikum im Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe und verstärkt für vier Monate das Rühstädter Team.

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erstellt am 27.Apr.2012 | 11:13 Uhr

Rühstädt/Wittenberge | Gerade erst ist Sonja Biwer frisch aus Asien zurückgekehrt, nun absolviert die Diplom-Geografin aus Trier ein Praktikum im Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe und verstärkt für die kommenden vier Monate das Rühstädter Team. Ihre Aufgabe wird es sein, das Konzept der Naturerlebnisroute zu überarbeiten und zu verbessern. Auf dem Gebiet der regionalen Tourismusförderung hat die 28-Jährige schon einige Erfahrung sammeln können. Sie studierte in Trier Angewandte Humangeografie, zuletzt arbeitete sie für ein Jahr in einem Naturtourismus-Projekt auf der Insel Lambok in Indonesien.

Über das Internet ist Sonja Biwer auf das von der Commerzbank unterstützte "Praktikum für die Umwelt" aufmerksam geworden. "Das Projekt hat mich sofort gereizt, weil meine Aufgabe konkret beschrieben wurde" begründet sie ihre Wahl. "Die Verbindung von Natur und Tourismus hat mich überzeugt. Dieses Zusammenwirken interessiert mich sehr. Ich kann mir auch gut vorstellen, in diesem Bereich später zu arbeiten."

Ihr Anliegen während ihres Praktikums sei es, "die Naturwunder des Biosphärenreservats erlebbar zu machen". Dafür hat sie schon einige Ideen gesammelt, die sie in den kommenden Monaten umsetzen möchte. So will sie die Beschilderung auf der Naturerlebnisroute ändern, das Logo überarbeiten und modernere Titel für die insgesamt 24 Stationen auf der Route finden. Der Inhalt der dazugehörigen Infobroschüre soll ebenso modifiziert werden. Dazu will Sonja Biwer die einzelnen Stationen besuchen.

Das Biosphärenreservat begrüßt den neuen Zuwachs, wie Mitarbeiterin Anneliese Struck sagt: "Wir profitieren von allen unseren Praktikanten. Sie bringen jedes Mal neues Wissen und Können mit, das ist ein echter Gewinn für uns."

Die Ideen aus den Projekten, mit denen die Praktikanten betraut werden, sollen nach Möglichkeit auch in die Praxis umgesetzt und zu einer festen Größe im Veranstaltungskalender des Biosphärenreservats werden. Die geführte Naturwanderung in Lenzen etwa, welche von der Praktikantin Katharina Richter im vergangenen Jahr entwickelt wurde, hat das noch nicht geschafft: "Die Wanderung haben wir einmal intern gemacht, das war leider bisher alles", so Anneliese Struck. Das Projekt solle aber "nicht in der Schublade verstauben", wie sie betont. "Uns fehlen aber ausreichend Mitarbeiter, um die Wanderung regelmäßig Touristen anzubieten."

Die überarbeitete Naturerlebnisroute soll aber auf jeden Fall in die Tat umgesetzt werden und nicht nur bloße Theorie bleiben. Zum Ende ihres Praktikums wird Sonja Biwer ihre Ergebnisse vorstellen, und zwar direkt vor Ort, an einem der Routenpunkte.

Seit zwei Jahrzehnten ermöglichen Naturschutzgebiete und Biosphärenreservate deutschlandweit jungen Akademikern einen Einblick in ihre Arbeit. Ermöglicht wird das Praktikum dank der Unterstützung der Commerzbank und Europarc, dem Dachverband der Großschutzgebiete. Infos zum Praktikum gibt es unter www.praktikum-fuer-die-umwelt.de

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