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Grüne Woche : Von Heidelbeersenf bis Knieper-Latte

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Die Prignitz präsentiert sich mit ausgefallenen kulinarischen Kreationen auf der Grünen Woche in Berlin

svz.de von
erstellt am 09.Jan.2014 | 08:00 Uhr

So stark wie kein anderer Landkreis präsentiert sich die Prignitz kulinarisch auf der Grünen Woche vom 17. bis 26. Januar in Berlin. Insgesamt zehn Köche werden ihre Visitenkarte auf der weltgrößten Ernährungsmesse abgeben. „Natur, Kultur und Kulinarik gehören für uns einfach zusammen“, sagt Mike Laskewitz als Vertreter des organisierenden Tourismusverbandes auf der gestrigen Pressekonferenz im Schloss Grube. Daher wolle man die seit Jahren bewährte Messeaktion fortsetzen.

Schloss Grube war nicht zufällig Treffpunkt der Köche, denn sein Küchenteam beteiligt sich erstmals. Zahlreiche Ideen habe es im Vorfeld gegeben, wurden gemeinsam in der Schlossküche verkostet, verrät Hausleiterin Christiane Sajonz. Letztendlich entschieden sie sich für ein Knieperkohlsüppchen, Gruber Wildpralinen im Nussmantel mit Apfel-Preiselbeer-Chutney und ein Knieperküchlein, sagt Koch Norbert Schöps.

Seine Kollegen aus den anderen Häusern hören interessiert zu, werfen ein Blick in die Küche des Hauses und noch während die ersten Pressefotos entstehen, beginnt auf den Gängen des Schlosses eine Fachsimpelei unter den Experten.

Jean Duwe vom Pritzwalker Gasthaus „Zum Torwächter“ erzählt zunächst freimütig, dass er einen selbst hergestellten Heidelbeersenf mit nach Berlin nimmt. Mit Früchten von der letzten Ernte begann er zu experimentieren und ist mit dem Ergebnis inzwischen sehr zufrieden. Einige unabdingbare Zutaten verrät er, aber als das Gespräch auf die speziellen Gewürze zusteuert, verstummt Duwe: „Die genaue Rezeptur verrate ich nicht.“ So viel Heimlichkeit sei auch unter Kollegen gestattet.

Jeder der zehn Köche möchte
die Messebesucher mit besonderen Kreationen verwöhnen und auf den Landstrich aufmerksam machen. Knut Diete vom Kranhaus Wittenberge hat Straußenfleisch dabei, der Hirschhof Hildebrandt aus Freyenstein hat sich
in diesem Jahr für Mufflon aus eigener Aufzucht entschieden.


Auf der Messe wird auch spontan gezaubert


Knut Jessen vom Burghotel Lenzen geht die Sache relaxt an: „Wir zaubern in Berlin, werden manche Gerichte spontan kochen“, sagt er. Mitnehmen will er aber in jedem Fall sein Kniepereis, denn das sei im Vorjahr der Renner gewesen. Knieper ist das alles verbindende Wort. Knieper steht für die Prignitz und auf Vorschlag des Tourismusverbandes werden alle Gastronomen die Kohlspezialität auf der Grünen Woche anbieten. Mike Laskewitz spricht von unterschiedlichen Facetten, die vom Klassiker bis hin zu einer Kreation namens Knieper-Latte reichen.

Neben dem kulinarischen Lockruf möchte der Tourismusverband mit anderen Reisezielen die Neugier der Gäste auf die Prignitz wecken. Dazu soll der Prignitztag am Sonnabend, dem 25. Januar, genutzt werden. Mehrere Kommunen werden sich präsentieren, Maskottchen wie der Perleberger Roland auf der Bühne stehen. Im Mittelpunkt rückt der Tourismusverband die Kreisstadt. Anlass ist der 775. Stadtgeburtstag.

Auch Knut Jessen wird den Prignitztag nutzen und auf eine Besonderheit hinweisen: „Seit dem 1. Januar sind wir das erste offiziell vom Verband Bio Hotel zertifizierte Ökohotel in Brandenburg“, sagt er.

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