Trink- und Abwasserzweckverband : Von Groß Warnow führen die Wege des Wassers

Zapel, Mellen und Rambow werden in diesem Jahr angeschlossen / Tag der offenen Tür am 15. Juni

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05. Juni 2015, 08:00 Uhr

Der Westprignitzer Trink- und Abwasserzweckverband (WTAZV) hat in diesem Jahr im Bereich Pröttlin/Zapel noch Großes vor. Zwischen Pröttlin und Zapel soll eine neue Verbindungsleitung verlegt werden. Damit werden die Einwohner aus den Dörfern Zapel, Mellen und Rambow an das Versorgungsnetz des Wasserwerkes Groß Warnow angeschlossen. Bislang läuft deren Versorgung über das kleine, ländliche Wasserwerk in Zapel. Neue Verbindungsleitungen von Mellen und Rambow nach Zapel sind nicht erforderlich, sie sind noch voll funktionsfähig. Das Wasserwerk in Zapel wird danach stillgelegt, erklärte der technische Ingenieur Harald Blumeier, der beim WTAZV für die Planung und Investitionen solcher Vorhaben zuständig ist. „Wir haben für den Bau der Verbindungsleitung bereits einen Fördermittelantrag gestellt. Ich hoffe, dass wir noch in diesem Jahr das Projekt abschließen können“, so Blumeier. In der Zollstraße in Pröttlin soll zugleich eine neue kleine Versorgungsleitung in die Straße verlegt und in diesem Zuge vier Hausanschlüsse erneuert werden.

Das kleine Wasserwerk in Zapel müsste künftig saniert werden. Durch den Anschluss an Groß Warnow bestehe dann eine bessere Versorgungsstabilität und auch eine Effizienzsteigerung, wie Verbandsvorsteherin Silvia Klann erklärte. Vom Wasserwerk Groß Warnow, das 1976 erbaut wurde, werden bereits die Dörfer Groß und Klein Warnow, Pinnow, Pröttlin, Reckenzin und Streesow versorgt.

Der WTAZV hatte das Groß Warnower Werk im Zeitraum von Oktober 2013 bis August 2014 umfangreich saniert. Zum einen den baulichen Teil. Das Gebäude erhielt einen neuen Anstrich, innen wurde neu verfliest, die Decken und der Fußboden erneuert. Und zum anderen wurde die Technik auf Vordermann gebracht. „Wir haben unter anderem neue Filter- und Druckkessel sowie Pumpen installiert genauso wie einen der drei Reinwasserbehälter erneuert“, berichtete Silvia Klann. Für dieses Vorhaben nahm der Westprignitzer Trink- und Abwasserzweckverband eine Menge Geld in die Hand. Vom Verband aufgewendet wurden hierfür 578 000 Euro, wobei die Maßnahme mit einer Zuwendung in Höhe von 207 000 Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert worden ist, wie Klann informierte.

„Ich wurde schon oft auf das Wasserwerk in Groß Warnow angesprochen. Nun haben wir uns überlegt, einen Tag der offenen Tür zu veranstalten“, sagte Silvia Klann. Am Montag, dem 15. Juni, von 9 bis 17 Uhr stehen fünf Mitarbeiter des WTAZV zur Verfügung. Allen Anschlussnehmern und interessierten Bürgern soll somit die Funktionsweise sowie die Wassergewinnung- und aufbereitung des Groß Warnower Werkes näher gebracht werden. „Ich denke auch für die Zapeler, Mellener und Rambower ist das eine gute Gelegenheit, sich zu erkundigen“, meinte die Verbandschefin. Die Besucher erhalten die Möglichkeit, sich von den Bemühungen des WTAZV um eine qualitätsgerechte und zukunftsfähige Trinkwasserversorgung zu überzeugen. Darüber stehen die Mitarbeiter für Fragen zur Trinkwasserqualität und allen Fragen zur Organisation von Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung zur Verfügung.

Bereits angekündigt haben sich für den Tag der offenen Tür die Schüler der Anne-Frank-Grundschule sowie die Kinder der Kita Pröttlin und Groß Warnow.

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