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Neue Betreiber in Lenzen gefunden : Von der Ostsee in die Prignitz

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Aus der Redaktion des Prignitzers

Tina Stahlberg-Stier und Sohn Willi Stier übernehmen die Bewirtschaftung der Badeanstalt mit der Gaststätte Haus am See in Lenzen.

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erstellt am 05.Feb.2017 | 12:00 Uhr

Lange war nicht klar, wer die ganzjährige Bewirtschaftung der Badeanstalt mit der Gaststätte Haus am See in Lenzen als Nachfolger des scheidenden Marcel Bartoschewitz übernehmen wird. Nun ist die Personalie geklärt: Es sind Tina Stahlberg-Stier und Sohn Willi Stier.

Am Mittwoch stellten sich die aus Kühlungsborn an den Rudower See gewechselten Betreiber bei der Neueröffnung den ersten Gästen vor. Schwer fiel den neuen „Hausherren“ der Entschluss pro Badeanstalt nicht. „Es war Liebe auf den ersten Blick“, erzählt Tina Stahlberg-Stier, die künftig als Geschäftsleiterin und Köchin agieren wird, während sich Sohn Willi um den Service kümmert. Doch warum wagt man den Schritt vom größten Ostseebad Mecklenburgs in die Prignitz? „Kühlungsborn ist mit den vielen Touristen eher anonym geworden. Hier ist alles viel ruhiger und familiärer“, sagt Tina Stahlberg-Stier zu ihren Beweggründen, die nach eigener Aussage in Lenzen aufgeschlossen aufgenommen wurde. Viel verändern wollen die neuen Pächter nicht.

Neben dem bewährten Kioskverkauf haben Mutter und Sohn die regionale Küche auf der Speisekarte. Zudem soll das Haus weiter für Betriebsfeiern, Hochzeiten oder Familienfesten sowie für Skatturniere offen stehen. „Im Großen und Ganzen wird alles so bleiben, wie die Leute es bisher kannten“, sagt Tina Stahlberg-Stier, die neben ihrem Sohn auch einen Koch und einen Hausmeister angestellt hat.

In der Vorsaison ist die Gaststätte mittwochs bis sonntags von 12 bis 20 Uhr, während der Hauptsaison dann täglich geöffnet. „Man kann aber für Feiern auch den Montag und Dienstag reservieren“, sagt die gelernte Köchin. „Wir wollen erst einmal sehen, wie hier alles anläuft. In der Hauptsaison werden wir dann sicher noch Personal einstellen müssen“, weiß auch Tina Stahlberg-Stier, die die Übernahme des Geländes vom vorherigen Betreiber als problemlos bezeichnete.

Mehr als zehn Jahre hatte Marcel Bartoschewitz das Gelände für den Förderverein Rudower See bewirtschaftet. Der Verein hatte dieses einst von der Stadt Lenzen, die die Badeanstalt aus finanziellen Gründen nicht mehr halten konnte, übernommen.

Gerüchte, dass der 33-Jährige seinen Nutzungsvertrag auf Grund der im vergangenen Sommer auftretenden Probleme mit der Wasserqualität des Rudower Sees aufgelöst hat, weist er zurück. „Das hat damit nichts zu tun. Mein langjähriger Koch wollte sich verändern. Daraufhin habe auch ich mich für einen kompletten Neuanfang entschieden“, sagt Bartoschewitz, der sich beruflich ebenfalls neu orientieren möchte. „Es gibt mehrere Optionen und ich werde noch einige Lehrgänge machen“, sagt der gelernte Koch, ohne sich weiter in die berühmten Karten schauen zu lassen.

„Hier ist es schön“, sagt Marcel Bartoschewitz, der das Haus am See über zehn Jahre betrieben hat.
„Hier ist es schön“, sagt Marcel Bartoschewitz, der das Haus am See über zehn Jahre betrieben hat. Foto: Hanno Taufenbach

Seinen Abgang sieht der Lenzener mit einem lachendem und einem weinenden Auge. „Der Anfang war damals schwierig. Ich habe den Schritt vom Angestellten in die Selbstständigkeit aber nie bereut.“ Besonders die von ihm mitorganisierten Veranstaltungen wie die „Housepartys“ oder auch das Konzert mit den Puhdys seien ihm ans Herz gewachsen. Lenzens Bürgermeister Christian Steinkopf ist erleichtert, dass ein Nachfolger gefunden wurde. „Die Suche hat sich doch als etwas schwierig erwiesen, obwohl Interessenten da waren. Letztendlich sind wir froh und hoffen, dass die Qualität erhalten bleibt und der neue Betreiber vielleicht neue Ideen einbringen kann.“

Für Bartoschewitz hatte der Bürgermeister nur lobende Worte. „Ihm gilt der Dank seitens der Stadt und des Fördervereins. Marcel Bartoschewitz hat dem Badeanstaltsgelände zu einem sehr guten Ruf verholfen.“

 


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