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Perleberger Schule im Zeichen der Forschung : Von Chemisch bis „Elbisch“

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Nach elf zunehmend erfolgreichen Jahren ist eine stärkere Öffnung des Wissenschaftstages am Gymnasium geplant

von
erstellt am 19.Jul.2016 | 12:00 Uhr

Dass sich auch Naturwissenschaftler mit ihren Leistungen sehen lassen und sie unterhaltsam präsentieren können, das ist Sabine Stephan schon lange klar. Konkret: bereits seit mehr als elf Jahren. Seinerzeit arrangierte die Mathe-/Physik-Lehrerin am Gottfried-Arnold-Gymnasium den ersten „Tag der Naturwissenschaften“, „ein wenig auch als Konkurrenz zu Kunst und Musik“. „Die Ergebnisse dieser Fächer vorzutragen, ist ein wenig einfacher, und das wurde schon damals an unserer Schule sehr gut gemacht“, berichtet die Pädagogin.

Der Naturwissenschaftstag nahm nach und nach Formen an, wurde immer beliebter – und geht nun einen Schritt weiter. Erstmals war es gestern ein „Tag der Wissenschaften“. Damit wollte man sich auch anderen Fachbereichen öffnen. Mit Erfolg. Das konnte Sabine Stephan bereits am Vormittag resümieren, als die Veranstaltungen noch in vollem Gange waren. Biologie, Physik, Chemie und Mathematik erhielten Gesellschaft von Deutsch, Geschichte, Kunst, Musik, Sport, allgemein interessierenden Themen. Insgesamt gab es 37 Angebote, jeder Schüler der Klassenstufen 7 bis 11 konnte bzw. musste sich für vier entscheiden. Einer der sofort ausgebuchten Vorträge – obwohl sie ihn insgesamt viermal hielt – war der von Josephine Peukert aus Wentdorf, aktuell Lehramtsstudentin in Potsdam. Unter der Überschrift „Feel the Highschool-Spirit“ berichtete sie über ihre Austauschzeit in den USA. Sehr spannend auch Vorträge beispielsweise zur künstlichen Sprache „Elbisch“, zum Geruchssinn blinder Menschen im Vergleich zu sehenden, zur Zukunft des Weltalls oder auch zur Optik, in diesem Fall von Fachleuten aus der Praxis, nämlich vom Wittenberger Optiker-Geschäft „Augenblicke“. „Dort ist eine ehemalige Schülerin von uns tätig, Alyssa Niemann. Sie hielt den Vortrag“, berichtet Sabine Stephan. Der jüngste Vortragende, Jeremias Telschow, kam übrigens aus der 7. Klasse. Er gestaltete seine „Chemie-Stunde“ gemeinsam mit Theresa Arndt und Theresa Pauli, ebenfalls Jahrgangsstufe 7. Vorträge kamen aber auch von Zwölftklässlern, „obwohl sie an sich schon in den Ferien sind. Aber, diese Zeit nahmen sie sich“, freut sich Sabine Stephan.

Das Lehrerkollegium und sie stehen einer weiteren Öffnung des Wissenschaftstages positiv gegenüber. Das betrifft sowohl den Input in Form interessanter Vorträge oder Angebot von außen als auch die Teilnahme von Unternehmen aus der Region. Über die Wirtschaftsfördergesellschaft habe es bereits einmal einen Anlauf in diese Richtung gegeben. Er blieb aber bislang ohne Ergebnis. „Firmen, die diesbezüglich Kontakt aufnehmen möchten, können sich an uns wenden“, sagt die Lehrerin. „Sie dürfen gern diese Plattform nutzen, um sich vorzustellen, und dabei vielleicht auch ihre zukünftigen Mitarbeiter kennen zu lernen.“

 

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