Von Badestelle bis Straßenbau

Wie hier, zwischen Klein Woltersdorf und Kehrberg, sieht die L 146 fast überall aus. Nach der Umwidmung soll die Straße saniert und ausgebaut werden. Noch ein wenig desolater ist die Ortsverbindung Wolfshagen-Horst. Auch hier soll die Sanierung nach Möglichkeit 2016 beginnen.
Wie hier, zwischen Klein Woltersdorf und Kehrberg, sieht die L 146 fast überall aus. Nach der Umwidmung soll die Straße saniert und ausgebaut werden. Noch ein wenig desolater ist die Ortsverbindung Wolfshagen-Horst. Auch hier soll die Sanierung nach Möglichkeit 2016 beginnen.

Obgleich sich die Gemeinde in der Haushaltskonsolidierung befindet, sind mit Hilfe von Fördergeldern auch 2016 diverse Investitionen möglich

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16. Januar 2016, 12:00 Uhr

Die Haushaltssituation für die Gemeinde Groß Pankow (Prignitz) bleibt auch 2016 angespannt. Kämmerin Sabine Kadasch konnte im Finanzausschuss, in dem vorgestern Abend der Etat und das Haushaltssicherungskonzept besprochen wurden, dennoch Positives verkünden. So werde auch in diesem Jahr – mit Fördermittelunterstützung – weiter in die Infrastruktur des Gebietes investiert. Zudem stünden mittlere und kleinere Maßnahmen an, die den Alltag und auch das kulturelle Leben in der Gemeinde ein Stückchen besser machen können.

Die mit Abstand größten Positionen im Etat sind die Sanierung der L 146 mit knapp 630 000 Euro, der Straßenbau Wolfshagen-Horst mit rund 647 000 Euro sowie die Anschaffung eines Fahrzeuges für die Feuerwehr Lindenberg mit rund 270 000 Euro. Allerdings muss die Gemeinde nur einen Teil der Kosten für die genannten Projekte bestreiten. Durch einen Deal mit dem Landesbetrieb Straßenwesen wird die Sanierung der Strecke von Tüchen über Lindenberg, Vettin, Kehrberg bis Klein Woltersdorf die Gemeinde nichts kosten. Mit der Herabstufung der Landes- zur Gemeindestraße entledigt sich das Land perspektivisch der Baulast, bezahlt aber den Ausbau der L 146.

Für den Straßenbau Wolfshagen-Horst und das Lindenberger Feuerwehrauto entfallen auf die Gemeinde Eigenanteile in Höhe von 162 000 Euro (Straße) und 135 000 Euro (FFw-Fahrzeug). Mit den Geldern aus der investiven Schlüsselzuweisung, die die Gemeinde für 2016 in Höhe von 160 500 Euro erhält, sei der Eigenanteil für das FFw-Auto zu bestreiten, der für die Straße Wolfshagen-Horst nur zum Teil. „Wir wollen die Straße aber bauen und noch dieses Jahr anfangen, auch wenn es finanziell knapp wird“, so Sabine Kadasch.

Größere Summen sollen überdies u. a. nach Heidelberg in den Straßenbau fließen sowie nach Dannhof in die dringend erforderliche Erneuerung der Straßenbeleuchtung, die dann gleich auf LED-Technik umgestellt wird. Für diese Projekte seien ebenfalls Fördermittel beantragt.

Schmerzlich macht sich im knappen Etat nach wie vor die Kreisumlage für die Gemeinde bemerkbar. Sie liegt mit 1,680 Millionen Euro (Ansatz für 2016) etwas über der allgemeinen Schlüsselzuweisung, die für 2016 mit 1,677 Millionen Euro angegeben wird. Die Gemeinde hat also selbst nichts von der allgemeinen Schlüsselzuweisung, muss noch Geld aus dem Etat drauflegen, um dieser Verpflichtung nachzukommen. Allerdings, so Kadasch, sei der Jahresabschluss 2013 für den Landkreis um 5,6 Millionen Euro positiver ausgefallen als prognostiziert. Die Arbeitsgemeinschaft der Kämmerer des Landkreises setzte sich dafür ein, dass die Kommunen davon profitieren. Es werden aus dem so entstandenen Kreisentwicklungsbudget (KEB) Mittel ausgereicht für freiwillige, zusätzliche, nicht investive Vorhaben an finanzschwache Gemeinden und Städte. Profitieren sollen u. a. der Archäologiepark Seddin, es gibt Geld für weitere Grabungen und die Ausrichtung eines Bronzezeittages, der Prignitzer Theatertag und das Kleinbahnmuseum Lindenberg e. V.

Zwei nennenswerte kleinere Positionen: Mit dem Bau eines zweiten Bushäuschens vor der Schule Groß Pankow und der Wiederherstellung der Badestelle am idyllischen Karpfenteich gehen 2016 zwei länger gehegte Wünsche in Erfüllung.

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