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Eisenbahnmuseum Wittenberge : Von alten Loks und neuen Projekten

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Eisenbahnmuseum dampfte am Wochenende ab. Fahrzeugpflege und Bauarbeiten in der Winterpause

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erstellt am 13.Okt.2015 | 06:30 Uhr

Eine erste E-Lok vervollständigt die Sammlung der Dampflokfreunde im Wittenberger Lokschuppen. Am vergangenen Wochenende gehörte sie zu den beliebten Fotomotiven. Der Verein hatte zum Abdampfen eingeladen.

Erst vor wenigen Wochen kam die Lok nach Wittenberge. „Mit ihrem Baujahr 1942 ist sie wirklich ein historisches Exemplar“, sagt Vereinsmitglied Dennis Kathke. Sie hat sogar eine Verbindung nach Wittenberge. „Ihre letzten Dienstjahre fuhr sie für das Bahnwerk Schwerin und war auch auf der Strecke nach Wittenberge eingesetzt“, weiß Kathke. Fotos dokumentieren das.

Wittenberge selbst habe erst spät Oberleitungen erhalten. Das müsse mit Fertigstellung der Elbbrücke Ende der 80er Jahre gewesen sein. Die ersten E-Loks verkehrten bereits nach dem ersten Weltkrieg.

Die Vereinsmitglieder des Historischen Lokschuppens verabschieden sich nun in die Winterpause, was nicht heißt, dass Ruhe einkehrt. Zunächst gebe es am 31. Oktober noch eine Veranstaltung für Fotofreunde, die sich zuvor anmelden müssen. Ausgiebig dürfen sie Loks und Technik fotografieren. Aber danach sei endgültig Winterruhe.

„Für uns ist das die Zeit der Fahrzeugpflege, gerade an den Dampfloks stehen immer kleine Reparaturen an“, erklärt Dennis Kathke. Ein Triebwagen-Beiwagen, ein Anhänger, wird derzeit komplett neu aufgearbeitet. Ebenfalls für Besucher noch kaum sichtbar bindet ein anderes Projekt Ressourcen: der Wiederaufbau vom Lokschuppen I.

Bisher ist die Stahlkonstruktion abgestrahlt und neu beschichtet worden. Einige Teile wurden ersetzt. „Jetzt sind unsere Mittel aufgebraucht“, so Kathke. Im nächsten Schritt müssen die Reste des Mauerwerks saniert werden. Ein Abriss steht nicht zur Debatte: Denkmalschutz. Außerdem sei der frühere Ringschuppen viel zu wertvoll, denn es gebe kaum noch vergleichbare Bauwerke.

Der Verein benötigt den Schuppen als Unterstand für Fahrzeuge. Bereits jetzt sind alle freien Kapazitäten erschöpft und weitere Neuanschaffungen seien geplant. „In seiner alten Größe können wir den Schuppen nicht wieder aufbauen“, sagt Kathke. Im ersten Schritt sollen die drei vorhandenen Unterstellmöglichkeiten genutzt werden.

Vor dem Schuppen wird eine Drehscheibe eingebaut. Heute parken an der Stelle noch Autos. „Die Drehscheibe konnten wir bereits erwerben, aber auch sie müssen wir noch funktionstüchtig machen.“ Von einer echten Winterpause könne daher wirklich nicht gesprochen werden.  

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