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Der Prignitzer

23. Oktober 2017 | 01:06 Uhr

Vom Schreibtisch auf den Fußballplatz

vom

svz.de von
erstellt am 02.Sep.2013 | 06:39 Uhr

Karstädt/Prignitz | Weit hatten sich die Kicker von der WDM Wolfshagen vor dem Fußball-Finale beim 3. Turnier der Prignitzer Wirtschaft aus dem Fenster gelehnt. Freundlich, aber bestimmt lehnte man jede Bitte nach einem Mannschaftsfoto ab: "Kommt nochmal nach dem Finale wieder, dann können wir auch den Siegerpokal mit auf das Bild nehmen."

Ein gesundes Selbstvertrauen, das am Ende auch belohnt wurde. Mit 2:1 setzten sich die Draht- und Metallverarbeiter gegen die Hanse-Merkur Kickers aus Pritzwalk durch und sicherten sich so den Turniersieg. Durchaus verdient, wie Mit-Organisator Benjamin Wiersch meinte: "Die Spieler der WDM Wolfshagen trainieren schon seit Jahren zusammen als Betriebsmannschaft."

Erleichtert war der Bezirksleiter der DAK Perleberg darüber, dass sich während des gesamten Turnierverlaufs keiner der Spieler ernsthaft verletzte. Eine kleine Schrecksekunde gab es dennoch: Fußballer Renee Wilde von Vion-Food aus Perleberg war bereits im ersten Spiel unglücklich umgeknickt und wurde vorsorglich ins Krankenhaus gebracht. Dort stellten die Ärzte jedoch nur eine Verstauchung des Knöchels fest. Als kleine Solidaritätsgeste zeichneten ihn die Schiedsrichter bei der Siegerehrung zum wertvollsten Spieler des Turniers aus.

Insgesamt waren die Partien am Sonnabend auf dem Sportplatz in Karstädt von großer Leidenschaft und Ehrgeiz geprägt. Jeder Akteur wollte für sein Unternehmen das Beste ’rausholen. Gleichwohl standen stets die Fairness und der Respekt vor dem Gegner im Vordergrund. Dies wurde besonders daran deutlich, dass die Schiedsrichter während des gesamten Turnieres nicht eine Zwei-Minuten-Zeitstrafe aussprechen mussten. Auch den einen oder anderen Plausch auf dem Platz zwischen Unparteiischen und Akteuren konnte man beobachten.

Ebenso auf den Volleyball-Feldern, wo erfreulicherweise besonders viele Frauen den bunten Ball über das Netz schlugen. Hier kämpften in diesem Jahr sage und schreibe 24 Teams um den begehrten Wanderpokal. Manche Unternehmen versuchten ihre Siegchancen zu steigern, indem sie gleich zwei Mannschaften ins Rennen schickten. Im Finale machten schließlich das Kreiskrankenhaus und die Lebenshilfe Prignitz den Titel unter sich aus. Die Ärzte und Pfleger aus Perleberg behielten am Ende knapp die Oberhand. Im kleinen Finale siegte die Sparkasse Prignitz gegen die Bildungsgesellschaft Pritzwalk.

Quasi direkt nach der letzten Pokalübergabe ergoss sich dann ein heftiger Regenschauer über die Sportplätze. Benjamin Wiersch und seine Helfer hatten während des gesamten Turniers in Kontakt mit den Meteorologen vom Wetteramt Potsdam gestanden, um notfalls schnell in die benachbarte Sporthalle ausweichen zu können. "Dort hatten wir die Felder schon aufgestellt." Benötigt wurden sie letztlich nicht. Zur Freude des Organisators, der sich mit dem gesamten Turnierverlauf sehr zufrieden zeigte. "Wir haben von den Unternehmen nur positives Feedback bekommen."

Auch in diesem Jahr veranstaltete sein Unternehmen das Turnier gemeinschaftlich mit den Wirtschaftsjunioren Prignitz. "Es geht uns darum, den Betriebssport in den Firmen und den Spaß an der Bewegung zu fördern. Deshalb lautet das Motto auch: ,Spielend vernetzen" Das Turnier der Prignitzer Wirtschaft sei bereits nach drei Jahren zum größten Firmensport-Event in Brandenburg gewachsen. Passend dazu hatten Wirtschaftsjunioren und DAK für eine besondere Attraktion abseits der Sportplätze gesorgt: Die größte mobile Kletterwand Europas. Hier durften sich vor allem die kleinen Besucher austoben, die von ihren Eltern als Unterstützung mit nach Karstädt gebracht wurden.

Die Erlöse des Betriebssportevents wurden indes für gute Zwecke gespendet. Insgesamt 750 Euro gingen auf das Spendenkonto "Hochwasserhilfe 2013". Ein Drittel dieser Summe kam von den Wirtschaftsjunioren, die vor drei Wochen ihr einjähriges Bestehen feierten, und ihre Mitglieder aus diesem Anlass um Spenden für die Flutopfer baten. Den Scheck aus den Händen von Benjamin Wiersch nahm Waltraud Neumann, stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Wittenberge, entgegen. Je 500 Euro

gingen an die Fußball-Jugendabteilung des SC Hertha Karstädt sowie die Kindertagesstätte "Kinderland" in Karstädt.

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