Junger Sport im Anmarsch : Vom Pazifik in die Prignitz

Meike Linden auf einem Paddle-Board auf der Stepenitz in Perleberg.
1 von 2
Meike Linden auf einem Paddle-Board auf der Stepenitz in Perleberg.

Erste Stand Up Paddling-Station der Region eröffnet Sonntag mit kostenlosem Schnupperangebot / Unternehmerfamilie investierte

23-11368008_23-66107914_1416392321.JPG von
11. Juni 2015, 08:00 Uhr

Sie sind sehr lang, sehr breit und bunt, und sie sollen Hemmschwellen beseitigen: Paddleboards. „Das kann funktionieren“, meint Meike Linden aus Groß Pankow. Familie Linden investierte aus eigenen Mitteln und betreibt hier in Kürze gemeinsam mit Angela Seefried, Inhaberin des YogaSpeichers in Perleberg, die erste Stand Up Paddling-Station in der Prignitz.

Auch wenn der Freizeitsport sehr jung ist – die Idee ist uralt: Das Stehpaddeln geht auf polynesische Fischer zurück, die sich in ihren Kanus stehend vor Tahiti auf dem Meer fortbewegten. Insbesondere in Asien sind noch heute Ein-Mann-Bambusflöße im Einsatz, bei denen im Stehen neben Stangen auch Paddel eingesetzt werden. Über die Jahrhunderte entwickelte sich daraus das, was man heute Stand Up Paddling (SUP) nennt. Von Hawaii aus trat der Sport seinen Weg um die Welt an. Meike Linden kam bei einem Aufenthalt in Dubai damit in Kontakt, war zunächst skeptisch, fand dann aber schnell Gefallen am Paddeln im Stehen. „Vor allem hatte ich danach den Muskelkater meines Lebens“, berichtet die junge Frau schmunzelnd. Sie nahm das Ganze als Geschäftsidee mit nach Hause. Dass SUP auch auf kleineren Binnengewässern in der Prignitz geht und Freude bereitet, testeten Meike Linden und Angela Seefried seit vergangenem Jahr bereits vielfach, absolvierten zudem entsprechende Trainerausbildungen. Es verwundert auch nicht, dass es funktioniert, denn zunächst war SUP als Alternative für wellenarme Tage am Meer gedacht. Zunehmend entwickelte es sich zu einer Sportart, die auf Flüssen und Seen betrieben wird. Aus der ungewöhnlichen Steh-Perspektive ist es besonders dafür geeignet, einsame Landschaften zu erkunden, bei offenem Wetter sogar im Winter. Durch ihre Breite und Länge sind die Boards zudem, obwohl mit Luft gefüllt, sehr stabil und kippsicher. Diejenigen, denen Paddleboards bereits begegnet sind, kennen sie zumeist aus Surf- oder Kite-Surf-Stationen. „Das Steh-Paddeln hat aber nichts mit Extremsport zu tun. Genau diese Hemmschwelle möchten wir abbauen“, so Meike Linden.

Wer neugierig geworden ist, kann sich Sonntag, den 14. Juni, vormerken: Dann wird die SUP-Station in Groß Pankow offiziell eröffnet. Treff ist von 13 bis 15 Uhr zunächst am Groß Pankower Karpfenteich, wo man den Sport live und kostenlos ausprobieren kann. Eine Ausschilderung dorthin nehmen die Veranstalter vor. Ab 15.30 Uhr geht es dann auf dem „Storchenhof“ in Groß Pankow weiter, wo die SUP-Station in der eigens dafür ausgebauten ehemaligen Wagenremise ihr Domizil erhielt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen