Schwimmunterricht in der Prignitz : Vom Nichtschwimmer zur Wasserratte

In der Prignitz gibt es keine Probleme mit dem Schwimmunterricht. .
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In der Prignitz gibt es keine Probleme mit dem Schwimmunterricht. .

Während es in manchen Orten Brandenburgs erhebliche Probleme gibt, den Schwimmunterricht zu organisieren, ist das in der Prignitz nicht der Fall.

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08. Juli 2015, 12:00 Uhr

Die Sonne lacht, die Temperaturen steigen und die Lust ins kalte Nass zu springen wächst. Während es in manchen Orten Brandenburgs erhebliche Probleme gibt, den Schwimmunterricht zu organisieren (wir berichteten), ist das in der Prignitz nicht der Fall. Der im Lehrplan der 3. Klassen vorgesehene Schwimmunterricht findet statt, ergab eine Umfrage unter Prignitzer Grundschulen.

Das ganze Jahr über können beispielsweise die Schüler der Grundschule Berge in der schuleigenen Schwimmhalle das Schwimmen lernen. Dazu werde der Sportunterricht genutzt. Eine Stunde wöchentlich sei fest geplant, so dass die Kinder der dritten Klassen am Ende des Jahres bereit sind, ihr Seepferdchen im Putlitzer Freibad zu machen. Für diejenigen, die sich schon sicherer fühlen, bestehe die Möglichkeit, um Bronze oder Silber zu kämpfen.

Etwas anders sieht es in der Grundschule „Geschwister Scholl“ in Perleberg aus. Hier haben die Kinder zehn oder zwölf Tage Schwimmtraining am Stück, heißt es. Aktuell haben die dritten Klassen jeweils eine Stunde Unterricht, bevor sie zum Perleberger Schwimmbad aufbrechen. Sollte das Wetter einmal nicht mitspielen oder die Wassertemperatur unter 18 Grad sinken, dann tritt der Notplan ein: Das Training werde verschoben, die Kinder haben regulären Unterricht. Ziel sei, dass die Kleinen am Ende des Unterrichtes angstfrei und sicher in die Fluten springen können.

Vier Monate im Zwei-Wochentakt haben die 3. Klassen der Allende-Grundschule in Wittenberge Zeit, bis sie auf Schwimmhilfen verzichten können. Selbst wer zuvor noch gar nicht schwimmen könne, schaffe meistens am Ende der vier Monate in der Badewelt sein Seepferdchen.

Das gelte auch für Kinder der Friedrich-Ludwig-Jahn-Grundschule in Wittenberge. Sie nutzen einmal wöchentlich die Badewelt in Wittenberge.

Im Pritzwalker Wald- und Naherholungsgebiet befindet sich das Hainholz- Schwimmbad. Dort machen die Schüler der Friedrich-Ludwig-Jahn-Grundschule Pritzwalk zwei Stunden wöchentlich von Mai bis September ihr Schwimmtraining.

Die positiven Aussagen der Schulen kann der Prignitzer Schulsportberater Frank Dannehl bestätigen. Er sieht die Schwimmausbildung in den Schulen gut aufgestellt. „Die obligatorische Ausbildung ist bei den Grundschulen für die 3. Klasse vorgesehen. Und die Masse der Grundschulen hält sich daran. Außerdem werden auch an den weiterführenden Schulen jährlich Schwimmlager veranstaltet. Ich schätze, dass 95 Prozent der Prignitzer Schüler schwimmen können“, sagte Frank Dannehl. Er selbst ist Sportlehrer an der Pritzwalker Freiherr von Rochow-Oberschule und hat erst vor kurzem ein Schwimmlager durchgeführt. „Von den 220 Schülern können bestimmt 210 schwimmen“, lautet sein Fazit.

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