Vom Mauerblümchen zum Selbstläufer

Ein spannendes Programm lockte das Publikum den ganzen Tag lang   zur großen Bühne.
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Ein spannendes Programm lockte das Publikum den ganzen Tag lang zur großen Bühne.

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02. September 2012, 06:23 Uhr

Gross Woltersdorf | Spätestens seit dem vergangenen Wochenende kann man mit Fug und Recht behaupten: Der Prignitzer Märchentag ist zu einem Selbstläufer geworden. Die 15. Auflage im Groß Woltersdorfer Waldlehrpark lockte am Sonnabend weit mehr als 1000 Besucher an. Bereits gegen 15 Uhr war die Rekordmarke aus 2011 - vor Jahresfrist kamen etwas über 1100 Gäste - geknackt.

Es ist der zwölfte Märchentag, der hier stattfand. "Begonnen haben wir mal mit um die 50 Besuchern", erzählt Halldor Lugowski, Vorsitzender des Wahrberge-Vereins e. V. - gemeinsam mit dem Prignitzsommer Veranstalter des Märchentages. Inzwischen zieht das Event die Menschen in Scharen an, kommen auch Gruppen in die Prignitz, die ihren Aufenthalt um den Märchentag herum langfristig planen. "Seit drei Jahren haben wir zum Beispiel regelmäßig eine Truppe von 25 Leuten aus Potsdam zu Gast, alles junge Familien, die sich am Wochenende in Groß Woltersdorf einquartieren", nennt Lugowski ein Beispiel.

Die Veranstalter sind zufrieden. Und dieses Empfinden teilen sie mit kleinen und großen Märchenfans, die den ganzen Tag lang die Schutzhütte, die Festbühne, die Zelte, Pavillons und Stände belagerten. Neben zahlreichen Kreativ- und Mitmachangeboten speziell für Kinder bot der Märchentag vor allem auch eines: Zeit und Raum zum Durchatmen, zum Träumen, den Gedanken freien Lauf zu lassen. Im Zelt von Renate Groenewegen waren es durchaus nicht nur Kinder, die der Märchenerzählerin gebannt zuhörten. Und über die Puppen des Marion-Etten-Theaters aus Lindenberg (Gemeinde Groß Pankow) konnten sich Erwachsene genauso amüsieren wie kleine Kinder. Nicht zu vergessen das Highlight des Nachmittags: "Wickie und die starken Männer" in einer Aufführung des Wahrberge-Vereins. "Wir hatten überlegt, ob wir zum diesjährigen Thema ,Wasser ein traditionelles Märchen spielen oder etwas aus unserer Zeit, und wir entschieden uns für zwei Geschichten aus ,Wickie und die starken Männer", erzählt Lugowski, der selbst "Halvar" darstellte. Dabei hielt sich die Truppe an die Wickie-Kinderbuchvorlage des Schweden Runer Jonsson.

Inzwischen kreisen die Gedanken des rührigen Vereins bereits um die kommenden Höhepunkte. Der allernächste ist das zweite Mittelalterkonzert am Sonnabend, dem 8. September. Nächstes Jahr ist Groß Woltersdorf am 6. April Ziel des Anradelns in der Prignitz. Möglicherweise, so Halldor Lugowski, nehmen man dies zum Anlass, um das Vereinsmaskottchen zu küren. Da die Gaststätte des Vereins "Zur Hexe" heißt und sich beim Märchentag 2013 alles um Hexen drehen wird, soll es eine Hexe sein. Wie die genau aussieht und heißt, weiß man in Groß Woltersdorf noch nicht. Fest steht aber: Freundlich und lustig soll sie sein.

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