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Der Prignitzer

25. November 2017 | 05:17 Uhr

Praktikum : Vom Hörsaal direkt ins Kanu

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Studenten erkunden Prignitzer Flüsse und entwerfen touristische Angebote

von
erstellt am 15.Mai.2015 | 08:00 Uhr

Mit dem Kanu wird Thomas Weiß die Prignitzer Flusslandschaft auskundschaften, wird nach Anlegestellen und Rastplätzen schauen. Der 25-jährige Geografiestudent ist der neue Umweltpraktikant der Commerzbank. Am Mittwoch wurde er offiziell in der Filiale Wittenberge begrüßt.

Aufgewachsen im Erzgebirge und durch das Studium in Dresden kennt er die Elbe an ihrem Oberlauf. In einem Kanu habe er vor seinem Praktikum noch nicht gesessen, aber dennoch reize ihn diese Herausforderung. Über Mundpropaganda erfuhr er vom Angebot der Commerzbank, schaute sich die aktuellen Möglichkeiten an und habe sich sofort für die Prignitz entschieden: „Hier war ich noch nicht und auch hier fließt die Elbe.“

Unterstützt wird Thomas Weiß von der 22-jährigen Andrea Tappenbeck, die in Göttingen ebenfalls Geografie studiert. „Wie lassen sich Tourismus und Schutzgebiete miteinander vereinbaren“, lautet das Thema ihrer Bachelorarbeit, die sie in die Prignitz gelockt habe.

Im Duett sind die Studenten seit mehreren Wochen in der Region unterwegs. Sie bewerten vorhandene Rastplätze wie in Abbendorf, Garsedow oder Cumlosen, schauen sich die vorhandenen Angebote im Wassertourismus an. Sie haben sich mit dem Tourismusverband Prignitz ausgetauscht und werden mit dem Wasser- und Schifffahrtsamt von Wittenberge nach Havelberg fahren, um einen Eindruck von der Wasserseite zu bekommen.

Das Ergebnis soll möglichst eine Rundtour sein, die die Elbe und ihre Nebenflüsse miteinander verbindet. Sie wollen Vorschläge für eine Ausschilderung machen und neue, zusätzliche Haltepunkte am Ufer auskundschaften. All das auch im Praxistest.

Während Thomas Weiß die stillen Wasserläufe im Hinterland abfährt, wagt sich Andrea Tappenbeck auf die Elbe hinaus. Pfingsten will sie gemeinsam mit Freunden ins Kanu steigen, um einen eigenen Eindruck von Strömung, Buhnen und Schifffahrt zu bekommen.

Das Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe und die Commerzbank arbeiten seit mehreren Jahren zusammen. Allein drei aufeinanderfolgende Projekte befassten sich mit den Erlebnispunkten an der Elbe.Im vergangenen Jahr sind Tourenvorschläge für Radler entstanden, die diese Punkte miteinander verbinden. „Das zeigt, unsere Themen sind nicht für die Schublade bestimmt“, sagt Reservatsmitarbeiter Jan Schormann. Außerdem eröffnen die Praktika berufliche Perspektiven. Die zwei Praktikanten aus den Vorjahren arbeiten heute auf der Burg in Lenzen und in einer Potsdamer Umweltbehörde.

Die Commerzbank bietet die Praktika seit 25 Jahren bundesweit in Naturparks und Schutzgebieten an. Insgesamt gab es bisher 1400 Praktikanten, in diesem Jahr sind es 65, sagt Silvia Ahlemann, Filialleiterin in Wittenberge. Neben einem Entgelt bekommen die Praktikanten einen Mietzuschuss.

 

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