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Der Prignitzer

18. Dezember 2017 | 12:08 Uhr

Perleberg : Vom Drei-Achser bis zum Cabriolet

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Rund 250 Fahrzeuge zogen die Blicke der Besucher des 2. IFA-Treffens in Perleberg auf sich.

svz.de von
erstellt am 28.Sep.2014 | 22:00 Uhr

Eine W50 Sattelzugmaschine mit Mischfutterauflieger von 1980 wies seit einiger Zeit am Perleberger Gewerbegebiet auf das IFA-Treffen am vergangenen Wochenende hin. Ein Muss für alle Liebhaber von „Gefährten“ des Industrieverbandes Fahrzeug der DDR. Und es war ein Kommen und Gehen. Zur eintägigen Premiere im Vorjahr, „haben wir dieses Jahr das Programm erweitert. Nicht nur IFA-Fahrzeuge, sondern zum Beispiel auch Oldtimer aus dem Ostblock wie Skoda oder Wolga sind zu sehen“, erklärt Veranstalter Nick Schröder.

Während man über das Gelände schlenderte, fielen einem wahrlich „Schmuckstücke“ und Raritäten ins Auge. So das leuchtend rote Wartburg 311 Cabriolet, Baujahr 1957. „Ich habe es vor acht Jahren unrestauriert gekauft und nach und nach Teile gesammelt, wie den Grill. Ich lege sehr viel Wert auf Originalteile. Man findet sie noch, aber sie sind teuer“, erzählt der stolze Eigentümer Frank Streese aus Pritzwalk. Ausgestattet mit einer Sechs-Voltanlage und 38 PS bringt das Cabriolet etwa 110 km/h auf die Straße. „Ich bin damit in den vergangenen Jahren etwa 5000 Kilometer gefahren“, sagt der leidenschaftliche Sammler Streese. Im nächsten Jahr will er mit seiner Frau in diesem wahren Schmuckstück rund um Trier die Moselstraßen entlang fahren. „Wir werden es aber auf einem Hänger runterfahren. Die Fahrt dort runter ist mir zu weit“, so Streese, der im Jahr zu drei, vier Oldtimertreffen fährt.

Ein paar mehr Treffen besucht Eckhard Bühler aus Groß Rogahn. „Es heißt nicht, Eckhard Bühler kommt, sondern der Drei-Achser kommt“, scherzt Heiko Bruness vom Blue Devil Team Berge, der Nick Schröder bei der Veranstaltung unterstützt. Der L60 Drei-Achser von 1989 ist eine Rarität. Er wurde nur zweimal als Sonderanfertigung seinerzeit in Dessau gebaut, um die Achslast auf zwölf Tonnen zu erhöhen, wie der Eigentümer erklärt. Dieser besondere L60 war in der Stadtwirtschaft Dessau eingesetzt. Auch Eckhard Bühler legt größten Wert auf Originalteile. Davon waren auf dem Teilemarkt eine ganze Menge zu erstehen. Dort herrschte wie auf dem gesamten Gelände ein reges Treiben für die gesamte Familie. „Es gefällt mir sehr gut, es sind sehr schöne Fahrzeuge da. Ich denke, dieses Treffen wächst“, so Frank Streese. Das wird Nick Schröder gern hören, der seine Veranstaltung etablieren möchte.
 

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