Elbe Princesse verlässt Wittenberge : Vom Bett aus in die Natur gucken

Am Mittwoch war die Elbe Princesse zu einer Mess- und Einstellungsfahrt stromaufwärts unterwegs. Bei derzeitigem Wasserstand schafft der Kreuzfahrer 14 Kilometer pro Stunde. Imposant sind die beiden Schaufelräder am Heck des Schiffes.
Foto:
1 von 2
Am Mittwoch war die Elbe Princesse zu einer Mess- und Einstellungsfahrt stromaufwärts unterwegs. Bei derzeitigem Wasserstand schafft der Kreuzfahrer 14 Kilometer pro Stunde. Imposant sind die beiden Schaufelräder am Heck des Schiffes.

Kreuzfahrtschiff verabschiedete sich aus dem Wittenberger Nedwighafen Richtung Tangermünde

von
18. März 2016, 05:00 Uhr

Die Elbe Princesse hat sich aus Wittenberge verabschiedet. Gestern Mittag hat das Schiff des französischen Kreuzfahrtunternehmens Croisi Europe nach 25 Tagen Liegezeit den Nedwighafen Richtung Tangermünde verlassen. Nächste Ziele sind dann Magdeburg und Dresden, sagt Thomas Krajewski, derzeit Chef an Bord des imposanten gut 95 Meter langen und gut zehn Meter breiten Schiffs.

Am 22. Februar hatte das Kreuzfahrtschiff aus Hamburg kommend in Wittenberge festgemacht. Diese Fahrt elbaufwärts war seine erste aus eigener Kraft. Gebaut in Frankreich, war das Schiff aufgedockt auf einem anderen in die Hansestadt geschwommen.

Am 19. April legt die Elbe Princesse in Berlin erstmals mit Passagieren an Bord zu einer Tour über Havel, Elbe und Moldau bis Prag ab. Zuvor gibt es – ebenfalls in Berlin – am 14. April noch die offizielle Taufe.

Die Zeit hier in Wittenberge hat das Kreuzfahrtunternehmen für letzte Ausrüstungsarbeiten, für technische Abnahmen und für die Ausstattung des luxuriösen Kreuzfahrers genutzt. „Wir hatten einen wirklich guten Liegeplatz“, sagt Krajewski, der in der Regel in Italien noch etwas größere Flussfahrtschiffe steuert. Dass Wittenberger und Prignitzer wissbegierig waren, manche so, dass sie sich fast die Nasen an den Fensterscheiben platt drückten, sei doch verständlich. „Aber alle waren höflich. Niemand ist einfach an Bord gekommen. Soweit wie möglich, habe ich alle der vielen Fragen beantwortet.“ Immer wieder gefragt hätten die Leute nach der Ausstattung der Elbe Princesse, nach Gästen und Besatzung. Der „Prignitzer“ konnte gestern kurz vor dem Ablegen noch einen kleinen Rundgang machen, eine der 40 Zwei-Mann-Kabinen besichtigen. Vom Bett aus können die Kreuzfahrer die Landschaft – in diesem speziellen Fall den Nedwighafen – begucken. Um die 80 Passagiere an Bord kümmern sich 20 Mitglieder der Hotelbesatzung, sechs Mann sind für den direkten Schiffsbetrieb zuständig. Gestern waren die ersten Mitglieder der Hotelcrew an Bord: Junge Damen, die nicht nur den Service in der schicken Bar und dem Restaurant verantworten, sondern auch Programme gestalten. Gestern probten sie dafür.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen