Geocaching-Aktion : Volontäre treffen Paula in Brüssel

Ente Paula vor der Europäischen Kommission. Fotos: Lisa Kleinpeter
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Ente Paula vor der Europäischen Kommission. Fotos: Lisa Kleinpeter

Nach zehn Monaten und 9000 Kilometern Weg sahen wir unser Zeitungs-Maskottchen wieder

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29. November 2014, 16:15 Uhr

Kaum zu glauben, dass einem eine kleine Plüschente so ans Herz wachsen kann. Nach zehn Monaten und über 9000 Kilometern Weg konnte ich unser Zeitungs-Maskottchen Paula endlich wieder in den Händen halten. Doch leider nicht für lange.

Fast täglich verfolge ich im Internet Paulas Weg, seit wir sie Anfang des Jahres vor unserer Haustür per Geocaching um die Welt schickten. Ziemlich schnell ging es für die Ente mit dem Berliner Dialekt nach Bayern und von dort aus nach Österreich, Tschechien, Norwegen und wieder zurück nach Deutschland. Von dort aus machte sie gemeinsam mit einer Düsseldorfer Familie noch einen Abstecher nach Holland bis sie in den letzen Monaten ihrer Heimat immer näher kam. Als sie schließlich Itzehoe erreichte, konnte ich nicht anders: Ich rief meinen Kollegen Michael Althaus, der dort gerade sein Volontariat absolviert, an und bat ihn, Paula zu finden und noch einmal mitzubringen. „Klar, mach ich gerne“, sagte er mir zu und stürzte sich dabei in seine ganz eigene Schatzsuche mit vielen Wirrungen und Verirrungen. (Wir berichteten). Ich glaubte schon nicht mehr daran, dass ich Paula wiedersehen würde, als er sie schließlich doch noch fand.

Und so kam es, dass mir Mitte August Michael unsere kleine Ente überreichte. Zugegeben, sie war nicht mehr ganz so weiß wie zu Beginn ihrer Reise – aber gerade das zeugt ja von den vielen Abenteuern, die sie bereits erlebt haben muss.

Ich nahm Paula mit nach Schwerin und zeigte ihr hier das Verlagshaus und die Redaktion. Doch dann stellte sich die Frage: Wohin Paula wieder aussetzen? In der Prignitz, wo ihre Reise den Anfang nahm? Oder in Schwerin? Nein, ich entschied mich, Paula mit auf meine Seminarreise nach Brüssel zu nehmen. Zusammen mit 20 anderen Journalismus-Studenten schaute ich mir die Stadt an, in der Europas Politik gemacht wird. Ob beim Besuch in der Europäischen Kommission, im Europäischen Parlament, bei der Nato oder beim Manneken Pis – Paula war immer mit dabei.

Bis der letzte Tag anbrach. Uns war klar, dass wir Paula nicht mit zurück nehmen konnten. Michael und ich suchten im Internet einen passenden Cache. Das Versteck befand sich mitten im Zentrum von Brüssel: ein alter, kaputter Briefkasten. „Soll ich sie wirklich hier lassen?“, fragte ich Michael. Mir behagte es nicht, Paula wieder auszusetzen. Doch letztendlich ist sie ja nur eine Plüschente, oder?

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