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Volle Papiercontainer, keiner fühlt sich zuständig

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erstellt am 04.Feb.2013 | 04:40 Uhr

Perleberg | Der Papiercontainer im Bereich der Heinrich-Heine-Straße 43 quoll schon seit etlichen Tagen über. Wohin mit dem Papier? Aus der Not heraus hatten einige Anwohner ihre alten Zeitungen und dergleichen "Wertstoffe" in Plastetüten gestopft und neben den Sammelbehälter gestellt. Bei den teilweise stürmischen Winden, die da in der vergangenen Woche wehten, kann sich jeder bildhaft vorstellen, wie es alsbald in dem Areal aussah, berichtet eine Leserin am anderen Ende des Telefons.

Die GWG habe für besagten Papiercontainer gesorgt, entsorgen täten in jenem aber nicht nur ihre Mieter, sondern auch die der Wohnungsgenossenschaft. Und so ist jener im Handumdrehen eben auch voll. Zumal man für die beiden am 23. Januar abgefackelten Papiercontainer am nahe gelegenen Einkaufsmarkt im Berliner Weg auch noch keinen Ersatz geschaffen habe.

Fast eine Woche habe unsere Leserin versucht, einen Ansprechpartner zu finden, der dafür sorgt, dass der Papiercontainer entleert wird und so wieder Ordnung einzieht. Bei Becker Umweltdienste habe sie angerufen, die "verwiesen mich auf den Landkreis". Dort hieß es bei der Abfallwirtschaft, man werde sich kümmern. "Doch es tat sich nichts", berichtet die Anwohnerin. Bei einem weiterer Anruf beim Landkreis kam sie nur noch bis zur Zentrale. Hier erhielt sie zur Antwort: Kollegen der Abfallwirtschaft seien bei der Abrechnung und hätten die Woche keine Zeit. "Ich denke, der Landkreis ist scharf darauf, sämtliches Altpapier auch zu bekommen. In der Praxis sieht es aber ganz anders aus", betont unsere Leserin sichtlich verärgert. Händeringend wandte sie sich daraufhin an den "Prignitzer". Zufall? Am nächsten Tag wurde der Papiercontainer entleert. Seitens des Landkreises hieß es auf unsere Anfrage hin, dass man sich umgehend mit Becker Umweltdienste in Verbindung gesetzt habe, als der Hilferuf aus der Heinrich-Heine-Straße kam. Außerplanmäßig und somit zusätzlich sei so der Papiercontainer dann auch am Freitag geleert worden.

Ein überquellender Papiercontainer ist hier aber offensichtlich immer wieder ein Ärgernis. So habe der Vermieter, die GWG, jetzt beantragt, dass dieser wöchentlich entleert werde. Und das erfolge ab sofort immer freitags, war vom Landkreis zu erfahren.

Auch sei es kein Problem, einen weiteren Papiercontainer aufzustellen. Einzige Voraussetzung: der Vermieter bzw. Grundstückseigentümer müsse einen entsprechenden Antrag stellen. Hinsichtlich des Ersatzes für die abgefackelten Container scheint es aber durchaus ein Problem zu sein. Peter Wladacz, Geschäftsführer Becker Umweltdienste, betonte, dass sie gar nicht so viele Container ersetzen können, wie zerstört werden, ihr gesamter Pool schon dreimal abgebrannt sei.

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