Massentierhaltung : Volksbegehren auf der Zielgeraden

Bekennender Gegner der Massentierhaltung: Frank Heinke aus Bentwisch will bis zum Ende der Frist um Unterschriften für das Volksbegehren werben.
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Bekennender Gegner der Massentierhaltung: Frank Heinke aus Bentwisch will bis zum Ende der Frist um Unterschriften für das Volksbegehren werben.

Prignitzer unterstützen mit Unterschrift Initiative gegen Massentierhaltung. Donnerstag endet die Frist

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11. Januar 2016, 21:00 Uhr

Das landesweite Volksbegehren gegen Massentierhaltung stößt auch in der Prignitz auf Interesse, wie eine Übersicht des Bundes für Natur und Umweltschutz (BUND) zeigt. Knapp 2000 Personen haben bereits mitgemacht, mehr als 400 Briefwahlunterlagen sind noch nicht zurückgeschickt worden, sagt BUND-Pressesprecher Martin Kündiger. Die Frist für eine Beteiligung endet Donnerstag um 16 Uhr.

Wer sich noch beteiligen möchte, müsse sich sputen, so Kündiger. „Wir empfehlen ab sofort die direkte Eintragung in den Rathäusern“, sagt er. Jetzt noch eine Briefwahl zu starten, sei nicht sinnvoll. „Die Beantragung der Unterlagen ist aufgrund der Ausfertigung der Briefwahlunterlagen durch die Gemeinden, der Unterschrift durch den Bürger und den Postlaufzeiten bis zum Fristende zu unsicher“, begründet er.

Die Beteiligung in den Prignitzer Kommunen ist sehr unterschiedlich. In der Kreisstadt Perleberg haben 26 Personen bis Mitte Dezember direkt im Rathaus unterschrieben, 97 Briefwahlunterlagen sind verschickt worden, allerdings erst 72 wieder unterschrieben zurück. Perleberg ist zugleich die einzige regionale Kommune, in der sich direkter Widerstand gegen eine Erweiterung einer Schweinemastanlage im Ortsteil Lübzow im Sommer 2014 formiert hatte.

In Wittenberge haben 171 Bürger direkt unterschrieben oder die Briefwahlunterlagen zurückgeschickt. Aus dem Amt Bad Wilsnack/Weisen liegen 63 Unterschriften vor. In den Gemeinden Karstädt und Plattenburg ist die Resonanz gleich groß: jeweils 45 Personen haben im Rathaus unterschrieben oder an der Briefwahl teilgenommen. In Lenzen waren es hingegen nur 29. In Pritzwalk zählte der BUND 127, in Meyenburg 69.

Der BUND mahnt die Briefwähler zur Eile, denn ihre Stimme zählt erst, wenn die Unterlagen wieder unterschrieben im Rathaus sind. Der Rückversand kann durch den beigelegten Briefumschlag der Gemeinde kostenlos erfolgen.

Bis zum Donnerstag werden Aktivisten der Kampagne in Perleberg, Pritzwalk und Wittenberge um Stimmen werben. „Jeder kann mit seiner Unterschrift zeigen, dass er etwas für das Tierwohl tut, sagte Aktivist Frank Heinke. „Gerade für junge Menschen ist wichtig, dass nicht für unsere und die nächste Generation mit neuen Anlagen einfach Tatsachen geschaffen werden.“

>> Mehr Informationen über die Aktion im Internet unter www.volksbegehren-massentierhaltung.de

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