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HIlfe durch “Prignitzer“ : Vodafone erstattet Kosten

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Gudrun Springer aus Muggerkuhl ist sehr über ihren Telefon-Anbieter verärgert. Eine Anfrage des „Prignitzers“ brachte aber eine schnelle Lösung.

svz.de von
erstellt am 14.Okt.2014 | 21:00 Uhr

Auch Gudrun Springer aus Muggerkuhl kann von den weißen Flecken der Telefonversorgung im ländlichen Raum ein Lied singen. Nach vergeblichen Versuchen, etwas bei ihrem Anbieter Vodafone zu erreichen, wandte sie sich nun hilfesuchend an den „Prignitzer“. Unsere Redaktion nahm sich des Problems an und nur zwei Tage später reagierte Vodafone: Die Kosten für die Rufumleitung werden der Kundin erstattet, auch die Rufnummerfreigabe erfolge so schnell wie möglich. „Ich kann mich gar nicht genug bedanken“, war Gudrun Springer erfreut.

Was führte zu ihrer Verärgerung? Seit Sommer 2012 war ihr Mann Kunde bei Vodafone, sowohl mit dem Festnetz- als auch mit dem Handy-Anschluss. Die Familie hatte sich alle möglichen technischen Vorkehrungen ihres Anbieter zugelegt. „Ich hatte aber immer noch schlechten Empfang, das Festnetz und auch Internet stürzten regelmäßig ab“, schilderte Gudrun Springer, Inhaberin der Rumpelscheune in Muggerkuhl, die sie im Nebenerwerb betreibt. Sie erboste sich weiter: „Das ist schon geschäftsschädigend.“ Sie hatte sich auf ihren Festnetz-Anrufbeantworter verlassen, der aber dementsprechend in den seltensten Fällen funktionierte. Nach mehrmaligen Beschwerden bei Vodafone, wurde ihr im April eine Rufumleitung auf ihr Handy angeboten. „Prima dachte ich, da bin ich ja erreichbar“, so die Muggerkuhlerin. Allerdings hatte sie nicht die anfallenden Kosten auf dem Radar. Teils über 180 Euro fielen an. Die nächste Beschwerde und eine daraufhin in Aussicht gestellte Reduzierung der Kosten erfolgte aber nicht.

Sie hatte genug und kündigte fristgerecht den Vertrag zum 16. Juli. Gudrun Springer suchte sich in der Telekom einen neuen Anbieter. Da kam das nächste Problem: „Ich wollte meine bekannte Telefonnummer mitnehmen. Da wurde mir gesagt, dass Vodafone diese Nummer erst Mitte 2015 freigibt. Das kann doch nicht wahr sein“, ist sie sauer.

Wir fragten bei Vodafone nach und erhielten schnell Antwort. „Wir hatten von Anfang an gesagt, dass wir eine hundertprozentige Versorgung nicht garantieren können. Das Netz ist dort nicht stabil. So wurde es auch im Vertrag formuliert“, äußerte sich Volker Petendorf, Chef vom Dienst in der Presseabteilung. Den Vorwurf, dass das Unternehmen die Rufnummer nicht freigibt, weist er zurück. „Den Portierungsauftrag von der Telekom haben wir erst nach Ablauf des Kündigungstermins bekommen. Da war die Nummer schon abgeschaltet“, so Petendorf weiter. Allerdings sei man jetzt an die Telekom herangetreten, um das zu klären. „Wenn wir den neuen Portierungsauftrag schnell bekommen, können wir die Rufnummer vielleicht noch im Oktober wieder freigeben“, stellte Petendorf in Aussicht.

Und er hat noch eine gute Nachricht: „Wir werden die Kosten für die Rufumleitung, also für die Gespräche, die vom Festnetz auf das Handy weitergeleitet wurden, erstatten. Das sind bei der Familie Springer um die 350 Euro. Die Gutschrift ist schon angewiesen. Ein Mitarbeiter der Serviceabteilung wird sich noch bei den Springers melden“, so der Chef vom Dienst, der weiterführend keine große Hoffnungen den Kunden im Raum Berge machte, dass die Versorgung dort künftig besser wird. Das gebe die Wirtschaftlichkeit nicht her.


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