Bad Wilsnacker Sängertreffen : Vielfalt der Chormusik

Rund 200 Sänger aller zwölf Teilnehmerchöre eröffneten das 28. Prignitzer Sängertreffen mit der Märkischen Heide.
Rund 200 Sänger aller zwölf Teilnehmerchöre eröffneten das 28. Prignitzer Sängertreffen mit der Märkischen Heide.

Männergesangsverein „Amicitia“ Gastgeber des 28. Prignitzer Sängertreffens.

svz.de von
11. Juni 2018, 16:09 Uhr

Zwölf Chöre, darunter drei aus der Gastgeberstadt Bad Wilsnack, gestalteten am Sonnabend das 28. Prignitzer Sängertreffen des Männergesangsvereins „Amicitia“ e.V.

„Wir haben das Konzept etwas verändert“, so Vereinsvorsitzender Wolfgang Weiß. „Die gesamte Veranstaltung findet nunmehr im Goethepark statt.“ Umzug und der Gesang auf der Rathaustreppe gab es in diesem Jahr erstmals nicht. Das hat unter anderem den Grund, „dass die Sänger immer älter werden“. Doch der Chorgesang hält jung, weiß der 91-jährige Herbert Möws vom Chor der Bäcker- und Fleischerinnung Berlin 1896, der am Wochenende der älteste Sänger war. „Ich habe 1960 im Berliner Lehrerchor angefangen“, erzählt er aus seinem langen Sängerleben. Der einstige Lehrer für Mathematik, Chemie und Physik singt nunmehr im dritten Chor, ist in zweien Ehrenmitglied und will noch ein paar Jahre weitermachen. „Vielleicht schaffe ich es, noch mit 100 Jahren dabei zu sein.“

Erstmals in Bad Wilsnack dabei ist der Männerchor „Gute Freunde“ Schmachtenhagen e.V. „Der Chor hat von unserem Sängerfest gehört“, berichtet Wolfgang Weiß. „Sie haben uns angerufen und gefragt, ob sie dabei sein dürfen.“ Sie durften. Und sie bewiesen, dass man mit einem geänderten Chorkonzept auch junge Leute für den Chorgesang begeistern kann. „Man nennt uns heimlich den Partychor“, verrät Chorleiter Michael Thalmann. „Wir sind moderner geworden, das Repertoire ist nicht mehr so klassisch. Das bringt uns selbst Gastspiele in den Ostseebädern auf Usedom ein.“ Einer der jungen Sänger ist der 20-jährige Angelo Wolf, der mit Begeisterung dabei ist. „Mein Herz schlägt für die Musik“, sagt er. „Deshalb singe ich mit.“

Die „Stadt der Chöre“, wie Bürgermeister Hans Dieter Spielmann die Kurstadt an diesem Tag nannte, war einmal mehr ein guter Gastgeber. Das Repertoire der Sänger reichte dabei vom klassischen Chorgesang über Volkslieder, Shantys und Schlager bis zu Gospels. Gemeinsam eröffneten alle teilnehmenden Chöre das Programm mit der „Märkischen Heide“ unter der Leitung von Kreischorleiter Michael Arbogast.

Die Zuschauer waren begeistert und freuen sich schon auf die 29. Auflage im kommenden Jahr. „Wer Wilsnacker ist, der kommt hierher“, meint Heidemarie Weber. Und Ruth Baumann ergänzt: „Die Musik ist doch einfach wunderbar.

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