Wittenberge investiert : Viel Geld fließt in Allende-Halle

17cknete

Sporteinrichtung wird im Innern umgebaut und erneuert. Kommunaler Haushalt für 2014 muss noch mal überarbeitet werden.

svz.de von
07. März 2014, 08:00 Uhr

Die gute Botschaft zuerst: Die Stadt kann nun doch Umkleideräume und Sozialtrakt in der Allende-Sporthalle auf Vordermann bringen.

Die weniger gute Botschaft: Der Wittenberger Haushalt für dieses Jahr und das Haushaltssicherungskonzept müssen noch einmal überarbeitet werden, so die Auflage der Kommunalaufsicht. Mit einem Defizit von 1,7 Millionen Euro seien die Haushaltsunterlagen so noch nicht genehmigungsfähig, informierte Bürgermeister Dr. Oliver Hermann am Mittwochabend die Stadtverordneten. Aber bei allen Sparanstrengungen, so das Stadtoberhaupt, „werden wir den Haushaltsausgleich 2014 definitiv nicht schaffen“.

Das wird für die Wittenberger spürbare Konsequenzen haben. Die Abgeordneten müssen in den Ausschüssen vor der nächsten Stadtverordnetenversammlung, die gleichzeitig auch die letzte vor den Kommunalwahlen im Mai ist, beraten, wo sie Geld streichen. Hermann kündigte schon am Mittwoch an: „Es geht um konsolidierende Maßnahmen in Größenordnungen.“ Der CDU-Stadtverordnete Hans-Joachim Lüttschwager setzte nach: „Wo wird genau gespart?“

„Alle Bereiche des Haushaltes werden einer Prüfung unterzogen, insbesondere aber die Personalkosten sowie der Produktbereich 3 (Soziales, Kitas, Jugend)“, konkretisierte das Stadtoberhaupt.


Eigenmittel und Fördergeld im Einsatz


Zurück zur Allende-Halle. Ursprünglich hatte die Stadt geplant, die dringenden Umbauten und Erneuerungen im Sozialbereich, der seit dem Bau der Halle in den 70er Jahren nahezu unverändert ist, mit Mitteln zu finanzieren, die die Stadt als verschuldete Kommune zusätzlich nach dem Finanzausgleichsgesetz erhalten soll bzw. sollte. Fakt ist: „Wir befinden uns noch im Antragsverfahren“, beschreibt der Bürgermeister die Situation.

Trotzdem können die so dringenden Um- und Ausbauten stattfinden. Die Stadt kann dafür gut eine halbe Million Euro an Städtebaufördermitteln einsetzen. Die Eigenmittel sind trotz der äußerst angespannten Finanzsituation vorhanden. Die Stadt hat einen Rechtsstreit gewonnen. Die für die Rechtsauseinandersetzung vorsorglich gebildete Rückstellung kann in die Sporthalle fließen. Der Bürgermeister beziffert diese Eigenmittel mit 380 000 Euro.

Nachdem die Stadt die Sporthalle vor wenigen Jahren bereits energetisch sanieren konnte und erst vor wenigen Wochen die Lärmdämmung mit im wahrsten Sinne des Wortes hörbarem Erfolg abgeschlossen wurde, kann damit der finale Akt zur umfassenden Erneuerung des knapp 40 Jahre alten Gebäudes stattfinden.

Der Umfang der Arbeiten bedingt, wie Hans-Jürgen Döllefeld, Leiter des Kultur- und Tourismusbetriebes, sagt, eine längere Schließzeit. Schul- und Vereinssport werden dort für eine gewisse Zeit nicht stattfinden können. Schließlich seien umfangreiche Umbauten einschließlich dem Versetzen von Wänden nötig. „Wenn wir konkreter wissen, wann die Schließung erfolgt, werden wir uns für diesen Zeitraum um Ausweichquartiere bemühen“, kündigt Döllefeld an.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen