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Verwaltung: Prignitz-TV erhält zeitweiliges Mietrecht

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erstellt am 05.Okt.2012 | 07:30 Uhr

Perleberg | "Muss Prignitz-TV wieder ausziehen?", so fragte der Prignitzer am Mittwoch an dieser Stelle. Der Sender, der zur Ruppiner Medien GmbH gehört, hat erst vor wenigen Wochen seine neuen Studioräume im Gebäude der Lotte-Lehmann-Akademie am Großen Markt bezogen. Doch genau das schien in der Öffentlichkeit rechtlich bedenklich, denn aufgrund der Förderbestimmungen für das sanierte und umgebaute Gebäude dürften keine derartigen Mietverträge abgeschlossen werden.

Deshalb hieß es in der jüngsten Finanzausschusssitzung der Stadtverordnetenversammlung auf Anfrage eines Abgeordneten, dass der Sender wieder ausziehen müsse. Perlebergs stellvertretende Bürgermeister Hans Rothbauer selbst wollte sich nicht zu dem Thema äußern. Er verwies auf die Entscheidung, die der Hauptausschuss am 18. Oktober dazu treffe.

Gestern erreichte unsere Redaktion eine Pressemitteilung der Stadt, die im Auftrag des stellvertretenden Bürgermeisters an die Medien gesandt wurde. Um es vorwegzunehmen: Prignitz-TV ist weiterhin Mieter im Akademiegebäude, allerdings zeitlich begrenzt und auf einer "geringfügigen Gebäudefläche", wie es heißt. Mittelfristig müsse jedoch das eigentliche Ziel, die ganzjährige Etablierung der Lotte-Lehmann-Akademie und -Woche in diesem Gebäude, erreicht werden, so die Forderung der Fördermittelgeber. "Die Sanierung wurde im Rahmen des Bund-Länderprogramms ,Aktive Stadtzentren (ASZ )’ als Gemeinbedarfs- und Folgeeinrichtung gefördert", heißt es in der Mitteilung.

Das eigentliche Raumkonzept des Hauses, so die Stadt, sehe die Nutzung von Räumlichkeiten im Erdgeschoss durch das Sachgebiet Kultur, Jugend, Sport und Tourismus der Stadtverwaltung vor. Die Mitarbeiter sind inzwischen bereits eingezogen. Der überdachte Innenhof, das Atrium, stehe für verschiedene öffentliche Veranstaltungen multifunktional zur Verfügung. Die Obergeschosse 1 und 2 sind perspektivisch zur ganzjährigen Nutzung durch die Lotte-Lehmann-Akademie vorgesehen. Momentan könne die Vorbereitung und Durchführung jener dies jedoch noch nicht sicherstellen. So gab es Überlegungen für eine Zwischennutzung von Räumen oder Gebäudeteilen. Angedacht sei in diesem Zusammenhang der Einzug der Ruppiner Medien GmbH gewesen. "Bei kritischer Prüfung der Planungen wurde jedoch die Förderschädlichkeit erkannt. Der Abschluss eines Miet- oder Nutzungsvertrages war ausgeschlossen", heißt es von der Stadt. Was folgte war das Gespräch seitens der Stadt und des Sanierungsträgers, der BIG-Städtebau, mit den Fördermittelgebern. Das Ergebnis - ein zeitlich beschränkter Kompromiss. Und damit hat Prignitz-TV vorläufig sein Studio im Akademie-Gebäude.

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