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Verschwundener Weg, unübersichtliche B 189

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erstellt am 11.Okt.2012 | 11:06 Uhr

Spiegelhagen | Knapp 20 Spiegelhagener nutzten Dienstagabend das Angebot der Stadtverwaltung, all das zur Sprache zu bringen, was ihnen sprichwörtlich gegen den Strich geht, bzw. auf Fragen einfach eine Antwort zu erhalten. Hans Rothbauer, stellvertretender Bürgermeister, hatte sich entsprechende Unterstützung aus seiner Verwaltung mitgebracht - und dennoch konnte nicht zu allem gleich eine Aussage getroffen werden. So auch zu der Frage nach dem Betreiber des Funkturms im Dorf nicht. Seit dieser stehe, habe man schlechten oder gar keinen Handy-Empfang, kritisierte unter anderem auch Ortsvorsteher Holger Schelle. Hans Rothbauer: "Wir werden der Sache nachgehen und entsprechend informieren."

Stichwort Information: Kritisiert wurde von Sigrid Schelle, dass Stadtführungen nicht angekündigt werden, vor allem, wenn sich der Treffpunkt ändere. Sie wie auch ein Ehepaar aus Berlin, das eigens angereist war, um jene zu den Fachwerkbauten zu erleben, haben an dem Samstag vergebens gewartet. Denn Ausgangspunkt der Führung war nicht wie sonst der Gänsebrunnen, sondern das Rathaus. Wunsch der Spiegelhagener ist, dass die Verwaltung über die Presse derartige Veranstaltungen künftig ankündige.

Auf einen verschwundenen Wanderweg, der einst hinter den Grundstücken entlang führte und inzwischen Ackerland ist, brachte Hartmut Kielhorn die Sprache. Die Stadt habe das Areal verpachtet, seither werde fast bis an die Grundstücke heran umgepflügt. Thomas Menger, zuständig für Liegenschaften bei der Stadt, machte deutlich, dass der Weg seines Erachtens seit Jahren nicht mehr als Wanderweg genutzt werde. Unabhängig davon schlug der stellvertretende Bürgermeister vor, mit dem Landwirt das Gespräch zu suchen und einen Vor-Ort-Termin anzuberaumen.

Nichts ändern werde sich an der Vorfahrtsregelung am Kreuzungspunkt B 189, was Fred Schulz anregte. Der Grund: Bauliche Gegebenheiten. Die alte B 189 sei als Dachprofil gebaut, das heißt die Neigung sei so angelegt, dass das Regenwasser links und rechts abfließen könne, erläutert Robert Kazmierczak, zuständig für Verkehr, bei dem der "Prignitzer" nachfragte. Ändere man die Vorfahrtsregeln, stimme die Querneigung der Kurve nicht mehr. Vor allem große Fahrzeuge könnten Probleme bekommen, gegebenenfalls umkippen. Hinsichtlich der Bepflanzung in diesem Bereich, die Horst Kutscher kritisch anmerkte, müsse der Landesbetrieb als Träger garantieren, dass das sogenannte Sichtdreieck freigeschnitten sei. Bäume gänzlich hier zu entfernen, habe unter Umständen den Nachteil, dass zu schnell in den Kreuzungsknoten gefahren werde.

Kaum Hoffnung gebe es auch für die Sanierung der Dorfstraße, die unter dem landwirtschaftlichen Verkehr tüchtig gelitten habe. Das gebe die derzeitige Finanzlage des Landes, die äußerst angespannt sei, nicht her, machte Bauamtsleiter Hagen Boddin deutlich. Betreffs Unterhaltung des offenen Grabens hinter der Kirche, zuständig sei die Straßenmeisterei Quitzow, wolle man als Stadt nachfragen. Andrea Pankow, die hier ihr Grundstück hat, hatte bereits mehrfach einen Versuch gestartet, gemäht oder gesäubert wurde aber nicht, berichtete sie.

Über die Abarbeitung der im Protokoll aufgenommenen Sachverhalten werden die Einwohner informiert, versprach Rothbauer abschließend.

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