Verlockende Düfte und Farben

Selbst gemachte Kartoffelpuffer sind jedes Jahr  beim Mankmußer Fest der Renner schlechthin. Herbert Meyer (vorn) ist nicht nur Ortsvorsteher, sondern auch ein geübter Puffer-Brutzler. Ihm zur Seite stand am Samstag Michael Becker. Ein Knochenjob ist nicht nur das Braten, sondern auch die Vorbereitung. Fünf Zentner Kartoffeln wurden geschält und gerieben. Birgit Hamann (3)
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Selbst gemachte Kartoffelpuffer sind jedes Jahr beim Mankmußer Fest der Renner schlechthin. Herbert Meyer (vorn) ist nicht nur Ortsvorsteher, sondern auch ein geübter Puffer-Brutzler. Ihm zur Seite stand am Samstag Michael Becker. Ein Knochenjob ist nicht nur das Braten, sondern auch die Vorbereitung. Fünf Zentner Kartoffeln wurden geschält und gerieben. Birgit Hamann (3)

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17. September 2012, 09:38 Uhr

Mankmuss | Ein großes Fest im Jahr - und das aber richtig, auf dieses Level haben sich die Aktivitäten des Bürgervereins Mankmuß 2001 e. V. über die Jahre eingepegelt. Mit dem Kartoffel- und Kürbisfest, gekoppelt an ein Traktoren- und Oldtimertreffen, scheint man den Nerv des Publikums zu treffen, wie auch am vergangenen Sonnabend wieder zu spüren war. Von allem gab es reichlich: Kartoffeln, Kürbisse, Traktoren und Publikum.

Einen besonders großen Run erleben die Mankmußer dabei Jahr für Jahr auf ihre selbst gemachten Kartoffelpuffer. Das Braten im heißen Fett, stundenlang - ein Knochenjob für Herbert Meyer, Michael Becker und ihre Helfer. Zuvor, berichtet Vereinsvorsitzende Doreen Göseke, wurden fünf Zentner Kartoffeln per Hand geschält und daraus die Puffermasse bereitet.

Über den ganzen Festplatz breitete sich ab Mittag der köstliche Duft aus. Auch am Kartoffelsalat sowie an der Kartoffel- und Kürbissuppe, alles nach eigenen Rezepten, kommen die Gäste nur schwer vorbei.

Und, wer etwas mehr über die leckeren Herbstfrüchte erfahren und welche mit nach Hause nehmen wollte, der wurde an zahlreichen Ständen fünfig. Zum Beispiel an dem des Hofes Mackel aus Wustrow. Paul Mackel erläuterte die alten Kartoffelsorten versiert wie ein Profi. "Mein persönlicher Favorit ist Laura, festkochend und vor allem als Pellkartoffel super geeignet", berichtet der 14-Jährige, der sich aber ebenso gut mit Weinberger Schlosskipflern oder Bamberger Hörnchen auskennt. Die alten Kartoffelsorten seien schon toll, verursachen aber bei der Kultivierung und der Ernte einen erheblichen Aufwand, erläutert der junge Fachmann, der sein Angebot am Samstag gut loswurde. Auch farbenfrohe Zierkürbisse hatte er ausgebreitet. Monika Kleinschmidt aus Zierzow im benachbarten Mecklenburg-Vorpommern griff gern. Im Schlepptau hatte sie Enkeltöchterchen Lela (knapp vier Jahre alt). "Ich entdeckte die Veranstaltung bei uns auf einem Aushang, bin das erste Mal hier und im positiven Sinne total überrascht", sagt sie.

Das Kartoffel- und Kürbisfest, so Doreen Göseke, wachse von Jahr zu Jahr, "und eigentlich ist es für den Verein fast schon zu groß". Rund 20 Händler waren auf dem Festplatz und noch einmal etwa so viele Aussteller historischer Traktoren. 25 Mitglieder hat der Bürgerverein, darin einen harten Kern von ungefähr zehn Leuten. Drum herum, so Doreen Göseke, gebe es natürlich noch Helfer, die nicht Vereinsmitglieder seien, ohne deren Unterstützung man eine solche Sache aber nicht durchziehen könne. Nicht zu vergessen die Sponsoren. Einen möchte die Vereinsvorsitzende besonders erwähnen: die Agrargenossenschaft Boberow. Sie stellte einen ganzen Hänger Kartoffeln - rund vier Tonnen - zur Verfügung. Vereinsmitglieder füllten den Teil, der nicht für Puffer, Salat oder Suppe verwendet wurde, per Hand in Zehn- und Fünf-Kilo-Säcke zum Verkauf ab. Einzelne Exemplare der Erdäpfel wurden dann noch Teil eines Wettbewerbes, nämlich den um die längste von Hand fabrizierte Kartoffelschale.

In einigen Wochen, so Doreen Göseke, gebe es in Mankmuß erneut ein Fest - eine Dankeschönparty für alle, die den vergangenen Sonnabend zum Erfolg werden ließen. Die nächste öffentliche Veranstaltung ist das Oktoberfeuer am 2. 10., den Verein und freiwillige Feuerwehr gemeinsam organisieren.

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