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Kooperation : Verlässlich und lebendig zugleich

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Kooperation zwischen Stadt und Gottfried-Arnold-Gymnasium läuft seit 2011 erfolgreich und wird halbjährlich fortgeschrieben

von
erstellt am 14.Okt.2014 | 09:23 Uhr

Sie waren Wahlhelfer bei den Kommunalwahlen, bauen auf und ab beim Perleberg-Festival bzw. betreuen die Gäste, organisieren das Tierparkfest mit – und, und, und… Eine Vielzahl von Aktivitäten ließen sich noch aufzählen, die die Schüler des Gottfried-Arnold-Gymnasiums in ihre Regie übernommen haben. Umgekehrt gibt die Stadt Hilfe und Unterstützung, wo sie gebraucht wird. „Wir hätten bei unserem Schulmusical bestimmt manch schlaflose Nacht mehr gehabt, wenn es diese nicht geben hätte“, räumt Marion Krieg, stellvertretende Schulleiterin, offen ein.

Es ist ein Miteinander, das mit der Kooperationsvereinbarung zwischen Stadt und Gymnasium im September 2011 besiegelt wurde und seither kontinuierlich alle halbe Jahre analysiert und fortgeschrieben werde. Ein hohes Maß Verlässlichkeit und feste Strukturen habe man damit, denn bevor ein Projekt in den Maßnahmekatalog aufgenommen werde, wird es auf Machbarkeit geprüft. Die Stadt könne sich bei vielen Offerten nicht mehr vorstellen, ohne das Gymnasium zu agieren, so Bürgermeister Fred Fischer. Und umgekehrt? „Auch wir profitieren“, bringt es Dorit Köhn auf einen kurzen Nenner. Das Schulmusical sei ein Beispiel, die enge Zusammenarbeit mit der Stadtbibliothek ein weiteres. So werden die Jahrgangsstufen 7 und 8 mit dieser Einrichtung, ihrem Angebot und den Möglichkeiten vertraut gemacht. Das Ergebnis: Fast alle Schüler sind Mitglied, erst recht seit die Benutzung bis 18 Jahre kostenlos ist. Auch schulisch gehe man miteinander, wenn es sich anbiete, so Marion Krieg. Das beste Beispiel: Anfang des Jahres steht Exilliteratur für die Schüler der 12. Klasse auf dem Plan. Die Bibliothek organisiert dazu ein Workshop mit einem renommierten Gast. Gymnasiasten wiederum lesen für Grundschüler am Welttag des Buches oder wenn zur Veranstaltung „Bücher aus dem Feuer“ eingeladen wird. Sie werden auch wieder als Wahlhelfer agieren, wenn am 18. Januar die Bürgermeisterwahl ansteht. Und am morgigen Donnerstag werden die 9. Klassen wieder für Spaß und Kurzweil beim Tierparkfest sorgen.

Vier Jahre sind die angehenden Abiturienten fest eingebunden in Aktionen für die Stadt oder mit ihr. „Es ist ein Geben und Nehmen und es klappt, denn man kennt seinen Partner“, so der Bürgermeister. Und es ist auch eine Stufe der Mitbestimmung und des Einbringens der Jugendlichen in die kommunalpolitischen Aufgaben, ohne dass es parlamentarisch besiegelt ist. Ideen gibt es noch mehr, wie jugendlichen Stadtführer, die Teilnahme von Schülern an Ausschusssitzungen. „Die Möglichkeiten sind da. Doch noch stößt nicht alles gleich auf die Resonanz in der Schülerkonferenz, die man sich erhofft“, räumen die Lehrerinnen ein. Der Zeitfaktor spiele da eine nicht unerhebliche Rolle, denn Abi in zwölf Jahren heißt, 36 Wochenstunden Unterricht. Viel mehr gehe da oftmals nicht, wenn man bedenkt, dass etliche Pennäler Fahrschüler sind. Wo sich das eine mit dem anderen verbinden lasse, werde man es auch gern nutzen. Denn unterm Strich bringe diese Kooperation einen Zugewinn für beide Seiten, und nicht zuletzt identifizieren sich die Schüler immer mehr auch mit ihrer Stadt. „Wir sind die Stadt“ und anders herum „die Schüler sind Kinder unserer Stadt“, so die Kooperationspartner.

Übrigens, einige ehemalige Schüler des Gottfried-Arnold-Gymnasiums arbeiten heute bereits im Rathaus und sind mit Entscheidungsträger.


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