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Der Prignitzer

16. Dezember 2017 | 18:02 Uhr

Verfürth: Ab Februar gibts wieder Kino

vom

svz.de von
erstellt am 20.Jan.2012 | 11:01 Uhr

Perleberg | Die fast hundertjährige Kino-Geschichte der Rolandstadt wird fortgeschrieben - jedenfalls die nächsten fünf Jahre, das ist sicher. Denn für diesen Zeitraum hat die GWG einen neuen Mieter und mit Silvio Verfürth auch einen neuen Betreiber, der Kino lebt. Und so soll Anfang Februar, wenn das Perleberger Kino wieder öffnet, es im wahrsten Sinne des Wortes ein Neustart werden - vom Programm wie auch von den Sälen und dem Umfeld her. "Alles neu, alles schick", bringt es der junge Movie Star-Betreiber auf einen kurzen Nenner.

Man sieht es ihm förmlich an, dass es ihm Spaß macht mit Unterstützung des Vermieters, dem Anspruch Kino eine Gestalt zu geben - modern, gemütlich, kurzum ein Treff für Groß und Klein. "Daran arbeiten wir", so Silvio Verfürth und deutet auf seinen Kompagnon Robert Plischke. Er wird die Geschäfte im Kino der Rolandstadt leiten und kann da bereits auf allerhand Erfahrung verweisen, hat er doch den Start des Movie Star in Güstrow mit Bravour gemeistert.

"Jetzt heißt es, auch den Perlebergern Kino wieder schmackhaft zu machen. Auch das kann man getrost wörtlich nehmen, denn fortan wird es hier weitaus mehr geben, als nur Popcorn. Eigens dafür wird das Foyer umgebaut, der Tresen versetzt und zudem eine kleine Sitzecke mit um die 25 Plätze eingerichtet.

Sich treffen, gemütlich einen Kaffee trinken oder wonach der Sinn so steht und dann den Film anschauen - eben ein Kinoerlebnis nicht nur auf der Leinwand. Im Sommer werden dazu im kleinen Innenhof des Anwesens auch Tische und Stühle stehen.

Hinsichtlich der Säle erwartet den Kinobesuchern ebenso ein neues Outfit: frische Wandbespannung, neue Leinwand, neue Sessel, komplett neuer Fußbodenbelag, die Aufgänge an der Seite, "denn schließlich sind in einem so kleinen Kino in der Mitte die besten Plätze", fügt der junge Betreiber ein.

Was der Kinobesucher weniger sieht: moderne Digitaltechnik mit 3D-Projektoren, neue Lautsprecher samt neuer Verkabelung. Auch Perleberg soll fortan in den Genuss aktueller Filme kommen und das nicht erst nach Wochen. "Es wird aber keine Überschneidungen mit Wittenberge geben, allein schon der Tatsache geschuldet, dass Perleberg nur zwei Säle hat", so Silvio Verfürth.

Darüber hinaus könnte sich Robert Plischke vorstellen, Filmkunstreihen anzubieten. "Wir sind für alles offen", ergänzt der neue Betreiber, "wir bieten gern auch Sondervorstellungen für Kitas oder Senioren, wollen verstärkt die Touristen, die hier Urlaub machen, ins Kino locken. Auch für das jährliche Kinderfilmfestival würden sie gern ihr Haus öffnen. "Auf jeden Fall werden wir den Kontakt suchen", bekräftigt Robert Plischke.

Kino in der Rolandstadt wieder interessant zu machen, dazu gehöre auch ein Programmflyer, der fortan eine Übersicht gibt, was in Perleberg und Wittenberge über die Leinwände flimmert und das von Montag bis Sonntag. "Täglich ab 14 Uhr haben wir das Kino geöffnet", ergänzt Robert Plischke.

Auch optisch wolle man das Kino im wahrsten Sinne des Wortes wieder mehr ins Licht rücken. In Absprache mit der Denkmalpflege erhält die historische Fassade im Frühjahr frische Farbe und bereits jetzt sollen eine entsprechende Reklame installiert und die Blickpunkte des Hauses, die Ornamente, angestrahlt werden.

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