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Geschichtsvorträge gehen weiter : Vereine lassen Idee weiterleben

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Reihe der vom ehemaligen Museumsmitarbeiter Dr. Peter Knüvener initiierten Geschichtsvorträge wird fortgesetzt

von
erstellt am 09.Mai.2014 | 22:13 Uhr

Ein Novum, wie Rainer Meißle es gestern bezeichnete, könnte das durchaus sein: Mehrere Vereine aus Perleberg und Umgebung schlossen sich zusammen, um eine Idee weiterleben zu lassen. Die Idee der geschichtlichen Vorträge, initiiert vom Perleberger Stadt- und Regionalmuseum. Hartmut Schneider, Kulturverein, bezeichnete gestern in einem Pressegespräch, zu dem die fünf beteiligten Vereine eingeladen hatten, Dr. Peter Knüvener als Spiritus Rector der Vortragsreihe. Mit dem Weggang des wissenschaftlichen Mitarbeiters des Museums drohten, so die Vereinsvertreter, auch die Vorträge zu verebben. Für 2014 seien zwölf Vorträge angesetzt gewesen, wie Rainer Meißle vom Kulturverein informierte. Neun Termine habe man gestrichen. Mit den Umbauarbeiten im Stadt- und Regionalmuseum, so Marlene Lüdcke, Kulturverein Stepenitztal, könne man das nicht in Zusammenhang bringen. Bereits im Januar gab es zur Absetzung der avisierten Vortragstermine im städtischen Kulturausschuss eine kritische Bürgeranfrage, wie Hartmut Schneider bemerkte. Die Begründung habe damals gelautet, dass Dr. Peter Knüvener so stark in den Museumsumbau involviert wäre, dass ihm die Fortführung der publikumsträchtigen Reihe nicht möglich gewesen sei. Ausgerechnet im Jubiläumsjahr, so Schneider, erweise man der Stadt damit einen Bärendienst. Er forderte, mehr für das Bildungsbürgertum zu tun.

Genau darum wollen sich, neben den schon genannten, der Bürgerverein, der Relais e. V. und der Verein für Geschichte des 20. Jahrhunderts in der Prignitz gemeinsam kümmern. Die ersten drei Termine nebst Inhalten stehen fest: „Jerusalem in Perleberg“ lautet der Titel eines Vortrags am 14. Mai ab 19 Uhr in der St. Jacobi-Kirche (Winterkirche). Historiker Dr. Hartmut Kühne referiert zur Perleberger Heilig-Kreuz-Kapelle und der Wallfahrt nach Jerusalem. Um „Sprachgesellschaften und Hieroglyphen in Prignitzer Kirchen“ geht es am 21. Mai ab 18 Uhr in einem Vortrag des Theologen Dr. Ulrich Schöntube im Kulturstall des Pfarrhofs Seddin. Am 20. Juni spricht Anthropologin Dr. Bettina Jungklaus ab 19 Uhr im Kulturcafé des Relais e. V. über den „Umgang mit den Toten im Dreißigjährigen Krieg“, festgemacht am Skelett von Postlin und anderen Knochenfunden in der Prignitz. Hans-Peter Freimark vom Verein für Geschichte des 20. Jahrhundert, und Kerstin Süske vom Relais e. V., waren sich gestern einig, dass man damit in vielerlei Hinsicht ein Zeichen setze, vor allem aber dokumentiere, dass Perleberg mündig wird, geistige Zivilcourage und kreativer Widerspruch einfach dazu gehören. Für September kündigt Kerstin Süske in Kooperation mit dem Bürgerverein, den Dieter Kreutzer vertrat, ein „Geschichtslabor – Studientag mit Workshop – an.


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