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Der Prignitzer

11. Dezember 2017 | 03:22 Uhr

Verein: Skulpturgruppe muss bleiben

vom

svz.de von
erstellt am 19.Dez.2011 | 08:03 Uhr

Wittenberge | Am Wochenende haben Mitglieder aus dem Verein historischer Lokschuppen die drei zerschlagenen Figuren aus der Skulpturengruppe am Stellwerk in Sicherheit gebracht. Die anderen Drei aus der Gruppe, die arbeitende Gleisbauer bei typischen Tätigkeiten zeigt, stehen noch. "Schäden gibt es aber auch bei ihnen", sagt Elke Ludwig. Auch gut eine Woche nach der Zerstörungstat ist der große Ärger darüber nicht abgeklungen. Vielmehr nehmen die Sorgen darüber zu, "wie wir die Gruppe wieder herstellen lassen können". Nur eines wisse der Verein genau: "Das wird sehr schwierig werden."

Die Polizei ist nach wie vor auf der Suche nach den Zerstörern, die die Skulpturen in der Nacht zum 11. Dezember teilweise sogar aus der festen Verankerung im Beton rissen.

Schüler des Marie-Curie-Gymnasiums mit ihrer Kunstlehrerin Kathrin Lockenvitz haben in Zusammenarbeit mit dem Prignitzer Bildhauer Guntram Kretschmar die Skulpturengruppe entwickelt und geschaffen. Eine künstlerische Arbeit in Gips und Sackleinwand. "Aber sie ist beständig, soll für längere Zeit am Stellwerk stehen. Sonst hätten wir uns doch nicht die Mühe gemacht, extra ein Gleisbett mit Schienen für die Gruppe zu schaffen", erklärt Elke Ludwig.

Der Verein möchte das Kunstwerk wieder herstellen lassen, das betont der Vorsitzende Klaus Ludwig. Mit Guntram Kretschmar habe man auch schon Kontakt aufgenommen. Im Januar fände er die Zeit, sich damit zu befassen. Es folgt ein großes Aber. Die Restaurierung kosten Geld. Wer soll, wer kann zahlen? "Das wird wohl der Verein aus seiner Kasse nehmen müssen", befürchtet Elke Ludwig.

Der Kultur- und Tourismusbetrieb kann auf keinen Fall helfen. Dessen Chef Hans-Jürgen Döllefeld ist über den Vandalismus sehr verärgert. Geld zur Rekonstruktion der Gruppe kann er nicht locker machen. "Das gibt unser Haushalt leider einfach nicht her. Wir sparen derzeit, wo wir nur können." Die Errichtung des Kunstarbeit hat der Kultur- und Tourismusbetrieb mit einem Zuschuss noch fördern können.

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