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Der Prignitzer

21. November 2017 | 03:57 Uhr

Kleinbahn : Verein knackt 100er-Grenze

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Nikolausfahrten setzen Schlusspunkt der Pollo-Saison. Museumseisenbahner begrüßten 2015 rund 8000 Gäste

svz.de von
erstellt am 07.Dez.2015 | 00:32 Uhr

Die Prignitzer Kleinbahner sind Perfektionisten: Sogar das Bahnhofsschild in Brünkendorf wird zu den alljährlichen Nikolausfahrten des Pollo – stets der Saisonabschluss – ausgetauscht gegen „Sankt Nikolaus“. Und, betritt man das hübsche, winzige Bahnhofsgebäude im ebenso winzigen Dorf, duftet es nach Glühwein und Gebäck, gibt es lauter nette Kleinigkeiten, an denen man sich erfreuen und die man, wenn man mag, auch gegen einen Obolus mitnehmen kann.

Vergangenes Wochenende fuhr Nikolaus wieder höchstpersönlich zwischen Lindenberg und Brünkendorf auf schmaler Spur, mit ihm in der Kleinbahn viele Familien und natürlich jede Menge Kinder. Nikolaus und der Weihnachtsengel nahmen sich Zeit für die Jüngsten, waren beliebte Fotomodelle, verteilten kleine Geschenke.

Rund 8000 Gäste fanden sich 2015 für Bahnfahrten und zur Besichtigung im Lindenberger Kleinbahnmuseum ein. „Wir sind zufrieden“, resümiert Rainer Knurbien vom Vereinsvorstand das zu Ende gehende Jahr. Gleichwohl, so Knurbien, hatte man sich aufgrund der erstmals über Monate angebotenen Dampflokfahrten – zumal im Jahr der Havel-Buga – doch noch einige Besucher mehr erhofft. Zum Herbstdampf war die Lok 99 4652 des Fördervereins zur Erhaltung der Rügenschen Kleinbahnen e. V. letztmalig im Einsatz. Sie weilte seit Juni in der Prignitz und legte hier ohne größere Probleme über 1500 Kilometer zurück. Dampffahrten zu ausgewählten Terminen werde es, wie gehabt, auch 2016 wieder geben. Unterstützt werden die Prignitzer Kleinbahner dabei vom Partnerverein aus Jöhstadt (Sachsen). „Der Pollo ist früher nur mit Dampf gefahren. Unser Ansinnen ist es ja, alles so authentisch wie möglich zu gestalten“, verdeutlicht Rainer Knurbien im Gespräch mit dem „Prignitzer“. Ein markantes Projekt des Vereins widmet sich diesem Ziel ganz besonders: die Wiederherstellung der Fernsprechleitung entlang der Pollo-Strecke, vollständig und betriebsfähig natürlich. Um das zu forcieren, rief der Verein eine Spendenaktion ins Leben. Mit Stand November kamen bereits 3220 Euro zusammen. Der museale Gesamteindruck der Kleinbahn soll mit der oberirdischen Fernsprechleitung vervollständigt werden.

Eine beinahe historische Erfolgsmeldung gibt es für 2015 aber noch: Der 1993 gegründete Verein knackte erstmals die 100-Mitglieder-Grenze. „101 Leute sind wir derzeit, die meisten sind aktive Mitglieder“, freut sich Rainer Knurbien. Er möchte nicht unerwähnt lassen, dass zahllose Unterstützer aus den Familien der Mitglieder und aus anderen Vereinen als Fans und Helfer hinzu kommen.

 


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