Relais e. V. gibt Café auf : Verein geht und bleibt

Luise Krüger (r.) übernimmt das Café in eigener Regie. Linsk daneben: Katja Martin, Kerstin Süske und Jost Löber (v. r.) vom Vorstand des Relais e. V. Vereinssitz bleibt das Haus am Großen Markt 15, trotz des Betreiberwechsel für das unten befindliche Café.  Fotos: Birgit Hamann (2)
Luise Krüger (r.) übernimmt das Café in eigener Regie. Linsk daneben: Katja Martin, Kerstin Süske und Jost Löber (v. r.) vom Vorstand des Relais e. V. Vereinssitz bleibt das Haus am Großen Markt 15, trotz des Betreiberwechsel für das unten befindliche Café. Fotos: Birgit Hamann (2)

Relais e. V. gab seinen Ausstand – Vereinssitz und Café-Betrieb weiterhin am Großen Markt

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29. September 2015, 12:00 Uhr

Mit einer guten Idee und viel persönlichem Engagement traten die Mitglieder des Vereins Relais e. V. vor gut zwei Jahren am Großen Markt 15 an, belebten eine attraktive, aber seit langem leerstehende Fläche mit einem Café. Von vielen zunächst skeptisch beäugt, wurde etwas Schönes daraus. Davon verabschiedete sich der Verein jetzt offiziell am vergangenen Sonnabend. Zum letzten Mal herrschte hier reges Treiben im Stile des „Relais-Cafés“, so, wie es viele seit dem Sommer 2013 kennen und auch schätzen gelernt hatten. „Wir als Künstler sehen unsere Aufgabe nicht darin, als Gastronomiebetreiber zu arbeiten – wir können letztendlich nur das Beispiel geben“, sagte Vereinsvorsitzender Jost Löber im Gespräch mit dem „Prignitzer“.

Unter dem Strich sei es so gewesen, dass die Vereinsmitglieder einfach sehr viel selbst im Café gestanden und hier gearbeitet hätten. Ihre Aufgabenbereiche sehen sie jedoch vordergründig in ihrem eigenen künstlerischen Schaffen und in der kulturellen Bildung, machten sowohl Jost Löber als auch Katja Martin und Kerstin Süske vom Vereinsvorstand deutlich. Die hier angedachte Kunstschule wurde zwar mit viel Energie angeschoben, kam aber letztlich nicht ins Rollen, räumen die Akteure ein. Spannend sei es dennoch gewesen herauszufinden, ob so etwas hier laufen könnte. „Dafür fehlen allerdings die Strukturen und der Rahmen“, sind sich die Künstler einig. In diesem regionalen Umfeld sei das doch eher in Kooperation mit den Schulen einzuordnen.

Dennoch, so Jost Löber, könne das Experiment als gelungen eingeschätzt werden, „das Experiment, wie verschiedene Akteure an so einem Ort zusammenfinden. Da gab es schon schöne Formate“, blickt Löber zurück. Er und seine Mitstreiter schätzen auch die vielen persönlichen Begegnungen, die sich durch den Café-Betrieb ergaben.

Und, wenn man nach vorn schaut, kann man schon jetzt sagen, dass genau dieses Experiment weitergehen wird, wenn auch in veränderter Form. Mit Luise Krüger, bislang im Café angestellte Servicekraft, gibt es jemanden, der die Gastronomie weiterführt. Voraussichtlich am 2. November will die 25-jährige gelernte Einzelhandelskauffrau die Lokalität wiedereröffnen, möchte eigene Ideen einfließen lassen. Gäste erwartet dann hier nicht nur ein Interieur im Stil der 50er und 60er Jahre, sondern auch ein neues Konzept. Angebot und Öffnungszeiten sollen erweitert werden. Soweit die Kunst- und Kulturofferten des Relais-Vereins in den Rahmen des Cafés passen, werden sie hier auch weiterhin einen Platz finden.

Der Verein bleibe in seiner Struktur erhalten und habe weiterhin seinen Sitz an der gleichen Adresse, Großer Markt 15, in anderen Räumen, so Jost Löber.  

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