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Feuerwehreinsatz in Wittenberge : Verdacht: Frau zündet Wohnung an

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

40 Feuerwehrleute aus Wittenberge und Weisen in der Karl-Marx-Straße im Einsatz. Wohnungsinhaberin flüchtet

von
erstellt am 17.Jul.2017 | 20:30 Uhr

Mit einer Katastrophe hätte der Suizidversuch einer 27-Jährigen in Wittenberge am Sonntagabend enden können. Die junge Frau soll nach Recherchen der Redaktion versucht haben, sich umzubringen und dazu in ihrer Wohnung im ersten Obergeschoss in dem großen Eckhaus Bahnstraße/Karl-Marx-Straße Feuer gelegt haben. Das bestätigte auf Nachfrage heute Ariane Feierbach, Pressesprecherin der Polizeidirektion Nord in Neuruppin. Zum Glück wurde der Brand rechtzeitig entdeckt.

Um 19.28 Uhr ging Sonntag der Pieper: Wohnungsbrand in der Karl-Marx-Straße! Mit einem Großaufgebot an Technik – darunter die Drehleiter – rückten 25 Kameraden der elbestädtischen Wehr aus. Zur Verstärkung wurde die Weisener Wehr gerufen, die mit 15 Kameraden und drei Einsatzfahrzeugen anrückte, informiert Wittenberges Wehrsprecher Norman Rauth. „Insgesamt waren sechs Trupps unter schwerem Atemschutz in dem Haus im Einsatz, darunter auch Kameraden der Weisener Feuerwehr“, so Rauth. 15 Mieter mussten laut Polizei ihre Wohnungen in dem großen Mehrfamilienhaus verlassen. Der Wittenberger Wehrsprecher berichtet von einer Person, die die Kameraden retten mussten und anschließend dem Rettungsdienst übergaben. Die Polizei ergänzt, dass ein 31-jähriger Mann mit Verdacht auf Rauchvergiftung ins Krankenhaus gebracht werden musste.

Groß waren die Sorgen, als die Feuerwehr anfangs die junge Frau aus der Brandwohnung nicht finden konnte. Wie sich dann aber herausstellte, hatte die 27-Jährige Wohnung und Haus verlassen. Einsatzkräfte fanden sie laut Polizei in der Goethestraße. Sie befinde sich im Krankenhaus zur psychiatrischen Behandlung.

Da sich das Feuer auf die Brandwohnung beschränkte, konnten die evakuierten Mieter gegen 22 Uhr in ihre Wohnungen zurückkehren, sagt Gotthard Poorten, Ordnungsamtsleiter Wittenberge. Eine zuvor erfolgte Messung der Gaswerte hatte Entwarnung gegeben. Wäre der sofortige Wiederbezug nicht möglich gewesen, hätte die Kommune die Mieter mit Ausweichquartieren versorgen können. Der durch das Feuer entstandene Schaden wird auf 15  000 Euro geschätzt. 

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